Am vergangenen Sonntagabend fand im Posthotel der Fam. Dafinger die Bürgermeister-Nominierungsversammlung der CSU-Ortsverbände Röhrnbach und Kumreut statt. Dabei wurde Christian Aumüller mit einhundert Prozent der Stimmen zum CSU-Bürgermeisterkandidaten gewählt.

Trotz der hochsommerlichen Temperaturen folgte eine Vielzahl der CSU‘ler- als auch der Mitglieder der Jungen Union und der Frauen Union der Einladung. Neben weiteren interessierten Bürgern besuchten der CSU-Landrat Sebastian Gruber, der CSU-Kreisvorsitzende und Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich sowie der amtierende Bürgermeister Josef Gutsmiedl (CSU) die Nominierungsversammlung.

Nach einer Begrüßung durch den Röhrnbacher Ortsvorsitzenden Martin Aumüller gab BGM Gutsmiedl einen Rückblick über die vergangenen knapp zwei Jahrzehnte seiner Amtszeit. Er ging unter anderem auf die Vielzahl der Herausforderungen ein, die in gemeinsamer Arbeit – mit allen Vertretern des Gemeinderats – zu Erfolgen für die Marktgemeinde wurden. Es waren schwierige wie auch kritische Entscheidungen in den Bereichen Abwasserbeseitigung, Straßenbau, Wohnraum oder Bildung zu fällen, jedoch verlor man nie den Blick für eine langfristige und nachhaltige Entwicklung der Gemeinde. Letzteres stellte der CSU Kreisvorsitzende und Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich in seinem Grußwort als eine der großen Stärken der Politik des amtierenden Bürgermeisters Gutsmiedl heraus. „Josef hatte zu jeder Zeit das große Ganze im Blick“, so Heinrich. Landrat Sebastian Gruber verwies auf die intensive Zeit vor den Wahlen, die vielen Gespräche mit Bürgerinnen und Bürgern, und bat die anwesenden CSU-Mitglieder um die uneingeschränkte Unterstützung für Christian Aumüller und insoweit um einen guten Start, der mit der heutigen Nominierung beginne.

Aumüller nutzte die Gelegenheit, um bei den anwesenden Gästen um Unterstützung zu bitten. Er selbst stellte sich – nachdem bekannt war, dass Josef Gutsmiedl aufhören werde – vor der endgültigen Entscheidung zur Kandidatur drei Fragen: „Will ich kandidieren? Kann ich das? Und warum will ich das?“ Hinsichtlich der ersten Frage erzählte Aumüller von einem Gespräch mir seine Frau Daniela, mit der er die Frage nach der Kandidatur als erstes besprochen habe. Seine Frau sei wenig überrascht gewesen über seine Erwägungen: „Mir war schon immer klar, dass Dich das interessiert und reizt.“ Infolge dieses starken familiären Rückhalts – der für Aumüller seit jeher von großer Bedeutung ist – sei ihm die Entscheidung leichter gefallen. Zur Frage „Kann ich das?“ verwies der CSU-Bürgermeisterkandidat zunächst auf seine beruflichen Erfahrungen. Er sei seit vielen Jahren in unternehmerischer Führungsverantwortung, habe hier einige Zeit im osteuropäischen Ausland verbracht, Standorte aufgebaut und aus Mannschaften Teams entwickelt. Auf Letzteres lege er hohen Wert. Er stehe für eine offene und wertschätzende Kommunikation sowie eine starke Feedbackkultur. Von seinen Mitarbeitern werde er als authentisch, fair, verlässlich, aber auch hart – wenn’s denn sein muss – beschrieben. Daneben führte er zu seinem kommunalpolitischen Erfahrung aus. Aumüller war unter anderem von 1996 bis 2014 Gemeinderat in Röhrnbach und war in allen kommunalen Ausschüssen vertreten. Von 2006 bis 2008 war er zweiter Bürgermeister. Schließlich ging der Kandidat noch auf die letzte Frage „Warum will ich das?“ ein. Für ihn sei es eine Kombination aus Herz und Verstand. Seine Heimat, in der er aufgewachsen ist und lebt, liege ihm sehr am Herzen. Er kenne viele Bürgerinnen und Bürger im gesamten Gemeindegebiet – von Kumreut bis Außernbrünst, von Wilhelmsreut bis Harsdorf – und sei begeistert von all den engagierten, verlässlichen und fleißigen Leuten. Daneben sei er davon überzeugt, dass er ein geeigneter Bürgermeister für den Markt sei. Er sei es gewohnt, Führung zu übernehmen, an der Front zu stehen, Entscheidungen zu fällen. Hieraus habe er seine Motivation und seinen Ehrgeiz entwickelt, sich um das Bürgermeisteramt zu bewerben. Aumüller wolle in den kommenden Monaten die Gemeindebürger überzeugen, dass er der richtige Kandidat für das Amt sei. Bei der Frage „Wem traue ich es am besten zu?“ sollen die Wählerinnen und Wähler seine Person und seine Persönlichkeit im Kopf haben.

In der anschließenden Aussprache wurde von anwesenden Gästen hervorgehoben, dass es sehr bemerkenswert sei, einen Kandidaten zu haben, der erfolgreich in der Wirtschaft Führungsverantwortung hat und nun in das Amt des Bürgermeisters wechseln will. Aumüller ergänzt, dass es für ihn nicht einfach gewesen sein, zumal über die Jahre eine große Verbundenheit mit seinen Mitarbeitern und Kollegen gewachsen ist. Aumüller stellte seinen Entschluss sodann nochmals klar dar: „Ich gebe meine Tätigkeit als CFO auf, um Bürgermeister zu werden.“ Hierfür erhielt der Kandidat großen Beifall von den anwesenden Gästen.

Sodann würdigten die CSU-Ortsvorsitzenden Martin Aumüller (Röhrnbach) und Georg Lipp (Kumreut), die beiden JU-Vorsitzenden Martina Meier (Röhrnbach) und Christian Lipp (Kumreut) sowie die FU-Ortsvorsitzende Elfriede Kittl die Kandidatur Aumüllers. Die Verbände hatten sich bereits zuvor einstimmig hinter Christian Aumüller gestellt und diese Entscheidung am gestrigen Abend nochmals bekräftigt. Man war begeistert von der Bereitschaft zur Bürgermeisterkandidatur und wolle ihn mit aller Kraft unterstützen. Er überzeuge mit seinem Fachwissen und seinen menschlichen Qualitäten.

Mehrmals am Abend wurde die berufliche sowie die kommunalpolitische Erfahrung von Christian Aumüller hervorgehoben und als hervorragende Grundlage für das Amt des Bürgermeisters festgestellt. „Es ist keine Selbstverständlichkeit, dass sich solch ein Kandidat zur Verfügung stellt“, so auch CSU-Kreisvorsitzender Heinrich.

Christian Aumüller wurde anschließend in der Wahl einstimmig zum CSU-Bürgermeisterkandidaten nominiert. Die Wahlleitung übernahm Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich.

Im Rahmen der Nominierungsversammlung wurde schließlich noch in Kürze darauf eingegangen, dass zwei weitere CSU-Mitglieder ihre Kandidatur um das Bürgermeisteramt angekündigt haben. Den beiden Kandidaten wurde die Möglichkeit eröffnet, ihren Hut in den Ring zu werfen und sich in einer demokratischen Abstimmung um die Nominierung durch die CSU zu bemühen. Beide Kandidaten entschieden sich jedoch dagegen und werden auf einer anderen Liste oder parteilos kandidieren. Der CSU-Bürgermeisterkandidat wünscht allen Kandidaten eine faire und sachliche Auseinandersetzung, bei der die gesamte Marktgemeinde im Vordergrund steht.

Zur Person:

Christian Aumüller ist 45 Jahre alt, er ist in Röhrnbach als drittältester Sohn mit vier Geschwistern auf einer Landwirtschaft aufgewachsen. Er lebt mit seiner Frau Daniela und seinen drei Kindern (13, 12 und 6) im Gemeindegebiet. Nach einer Lehre zum Bankkaufmann und einem BWL-Studium war Aumüller zuletzt als Finanzvorstand (CFO) bei der Rubix GmbH (bis 2019: ZITEC) tätig.

Kommunalpolitisch verfügt Aumüller über viel Erfahrung. Er war von 1996 bis 2014 im Röhrnbacher Gemeinderat vertreten, Mitglied in allen Ausschüssen und von 2006 bis 2008 war er zweiter Bürgermeister.

Seit 2014 ist Aumüller Mitglied des Aufsichtsrates der Raiffeisenbank am Goldenen Steig eG.

Christian Aumüller wurde 2014 mit der Silbernen Marktmedaille für seine langjährigen Leistungen und Verdienste auf kommunalpolitischem und gesellschaftlichem Gebiet gewürdigt.