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Kreisvorstand fordert „Abwägung von Ökonomie und Ökologie“

Freyung. Der CSU-Kreisvorstand hat unter der Leitung des Vorsitzenden Dr. Olaf Heinrich gemeinsam mit der CSU-Kreistagsfraktion eine Initiative für die Erstellung eines „Nachhaltigkeitskonzepts für den Landkreis Freyung-Grafenau“ gestartet. „Unserer Einschätzung nach gilt es überlegt zu handeln und darauf zu achten, dass bei aller Notwendigkeit Energie zu sparen, den ÖPNV zu stärken, die eigenen Immobilien energetisch zu ertüchtigen, auch gleichzeitig die Wirtschaftlichkeit dieser Maßnahmen berücksichtigt wird“, so Dr. Olaf Heinrich. „Ökonomische Belange spielen neben allen ökologischen Zielen weiterhin eine zentrale Rolle. Die finanziellen Spielräume werden in den nächsten Jahren sehr eng werden. Deswegen muss das Geld so effizient wie möglich eingesetzt werden.“

Die Mandatsträger der Christlich-Sozialen Union (CSU) vertreten den Standpunkt, dass selten „hektische Forderungen und schnell-schnell“ zu guten Ergebnissen führen würde. Vor diesem Hintergrund seien Forderungen, einen „Klimanotstand“ auszurufen, wie sie in vielen Städten im vergangenen Jahr laut wurden, nicht zielführend. „Natürlich muss die Veränderung des Klimas ernstgenommen werden. Selbstverständlich sind alle politischen Ebenen gefordert gegenzusteuern“, und klar ist auch, dass wir Wege finden müssen, nachhaltiger zu Leben und zu Wirtschaften, unterstreicht MdL Max Gibis. Der Landkreis genauso wie alle Kommunen müssten jedoch unbedingt überlegt planen, wie mit einem idealen Einsatz der zur Verfügung stehenden wirtschaftlichen Mittel ein möglichst großer Effekt für den Klimaschutz erzielt werden könne. „Das berühmte Paretoprinzip lautet: mit 20 % des Aufwandes sind 80 % des Ergebnisses zu erzielen. Diesem Gedanken folgend, halten wir es für viel sinnvoller beispielsweise die Landkreisliegenschaften energetisch zu sanieren anstatt Null-Energiehäuser ins Auge zu fassen. Lieber investieren wir in möglichst vielen Immobilien und in Maßnahmen, die sich binnen wenigen Jahren amortisieren, anstatt in wenigen Immobilien maximale Ziele zu verfolgen“, argumentiert der Fraktionsvorsitzende der CSU im Kreistag, MdL Max Gibis. 

Experten und Bevölkerung einbinden

Bei der Erarbeitung der Nachhaltigkeitsstrategie für den Landkreis Freyung-Grafenau schlägt die CSU-Fraktion vor, Themen wie die Energieversorgung, Verkehr und Infrastruktur, den großen Bereich Landnutzungen insbesondere Land- und Forstwirtschaft sowie Artenvielfalt zu beleuchten. Darüber hinaus soll die Förderung regionaler Produkte und regionaler Wertschöpfung einen weiteren Schwerpunkt bilden. „Für uns ist von großer Bedeutung, dass die vielen engagierten Menschen im Landkreis, die sich mit diesem Thema befassen, unmittelbar an der Strategie mitwirken können. Hier gibt es viel Expertenwissen, welches wir sinnvoll nutzen können“, so der stellvertretende CSU-Kreisvorsitzende und Kreisrat Simon Stockinger. „Die Bewahrung der Schöpfung muss uns allen ein wichtiges Anliegen sein“, meinte die stellvertretende Landrätin Helga Weinberger. Um dieses Thema in das Bewusstsein weiter Bevölkerungsschichten zu bringen, sei ein „moderierter Diskussionsprozess mit verschiedenen Arbeitsgruppen“ sinnvoll. 

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