Sebastian Kindermann AK-Vorsitzender – Christoph Haase und Lothar Dumm Stellvertreter in REG und FRG

Spiegelau. Die Intensivierung der bildungspolitischen Arbeit in den Landkreisen Regen und Freyung-Grafenau ist das vorrangige Ziel des Arbeitskreises Schule, Bildung und Sport.

Der Einladung der AKS-Bezirksvorsitzenden Diana Königer  zur Gründungsversammlung des Arbeitskreises für die Landkreise Freyung-Grafenau und Regen waren eine ganze Reihe bildungspolitisch Interessierter gefolgt. Im „Palmberger Hof“ in Spiegelau wurde unter  den wachsamen Augen des Wahlvorstandes Max Gibis bei der konstituierenden Sitzung Sebastian Kindermann aus Klingenbrunn einstimmig zum Vorsitzenden des Arbeitskreises gewählt. Christoph Haase und Lothar Dumm stehen ihm als Stellvertreter für die Landkreise Regen bzw. Freyung-Grafenau zur Seite. Alexander Hannes aus  Zwiesel fungiert als Schriftführer. Karl-Heinz Roth und Melanie Moser-Roth, beide aus Spiegelau, sowie Josef Saller aus Gotteszell und Daniel Weber aus Zwiesel ergänzen die Vorstandschaft.  

MdL Max Gibis sieht den AKS als Gemeinschaftsaufgabe beider Landkreise um sich mit den bildungspolitischen Aspekten des demografischen Wandels gerade im Bayerischen Wald auseinanderzusetzen. Gibis begrüßt, dass mit dem AKS die Basisarbeit im Bildungssektor verstärkt wird. Gibis und die AK-Mitglieder bekannten sich unisono zum 3-gliedrigen Schulsystem in Bayern. Ideologisch begründeten Änderungen des bewährten Systems wurde eine klare Absage erteilt. Die negativen Folgen der Zerschlagung des dreigliedrigen Schulsystems seien in Baden-Württemberg deutlich geworden. Die berufliche Bildung müsse mehr in den Fokus genommen werden, der Drang zur Akademisierung nehme dem Handwerk den Nachwuchs. Der neue Arbeitskreis-Vorsitzende Kindermann möchte den Fokus nicht nur auf  Schule und Bildung sondern auch auf den Bereich Sport legen. Dazu begrüßte er, dass sich der Sportvereinsfunktionär Lothar Dumm auch im AKS engagiert. Zudem könne Dumm seine Erfahrungen als  langjähriger Elternbeiratsvorsitzender in verschiedenen Schularten sowie als ehemaliger auf Bezirks- und Landesebene tätiger Elternverbandsfunktionär einbringen. Somit könne der Arbeitskreis die Blickwinkel sowohl der gesamten Schulfamilie als auch der Sportvereine berücksichtigen. Der AKS sieht als eines der vorrangigen Themen die anstehende Digitalisierung an den Schulen. Dabei dürfe nicht nur die technische Umsetzung in neue Medien im Blickpunkt stehen. Damit einhergehen müsse die Ausbildung der pädagogischen Kräfte, technisches Personal an den Schulen sowie die Adaption der Lehrpläne, um den Schülern entsprechende   Medienkompetenzen beizubringen.

Weitere Schwerpunkte wird auf die Themen Bausubstanz der Schulen sowie die Stärkung der beruflichen Bildung legen. Dem stellv. Vorsitzenden Dumm liegt die Förderung der Sportstätten aber auch die Suchtprävention am Herzen. In der weiteren Diskussion kristallisierte sich heraus, dass die Lehrpläne möglichst schnell den geänderten gesellschaftlichen Verhältnissen angepasst werden müssen. Die Kooperation zwischen den Schule und Elternhaus gewinne bei der Vermittlung von Alltags- und Lebenskompetenzen in den Bereichen Ernährung, Sport, Digitalethik im Speziellen und Werteerziehung im Allgemeinen  zunehmend an Bedeutung. Für viele dieser Entwicklungen machte die Runde den Werteverlust in der heutigen Leistungsgesellschaft verantwortlich. Junge Leute würden nach Anerkennung und Lebenssinn suchen.  Umso wichtiger sei es, Jugendliche in Sport und Verein zu binden und die Basis für soziale Kontakte zu bieten. Ehrenamtliches Engagement würde gerade auch bei Jugendlichen Sinn und Verantwortungsbereitschaft für die Gesellschaft wecken.