„Urlaub im Arberland muss möglich sein“

Landrätin Rita Röhrl fordert Erlaubnis zu Öffnung der Beherbergungsbetriebe

Regen. „Urlaub im Arberland muss ab dem kommenden Freitag möglich sein“, fordert Regens Landrätin Rita Röhrl. Auch wenn die Corona-Inzidenz derzeit im Landkreis Regen knapp über 100 Fälle auf 100.000 Einwohner liege, sei die Region, dank guter Hygienekonzepte, sicherlich so gut aufgestellt, dass „Urlaub problemlos möglich ist“.

Die bisherige Aussage von Seiten des Freistaats, dass die Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen in Regionen mit einer Inzidenz von unter 100 am kommenden Freitag öffnen können, reicht der Landrätin dabei nicht. „Die Unternehmer brauchen Sicherheit und Planbarkeit“, betont Röhrl und verweist darauf, dass sich in einem kleinen Landkreis, wie dem Landkreis Regen, schon wenige Infektionsfälle stark auf die Inzidenz auswirken.

Insofern würden sich relativ wenig Fälle schnell negativ auswirken. Deswegen fordert Röhrl, dass den Tourismusbetrieben spätestens Anfang der kommenden Woche rechtssicher mitgeteilt werden soll, ob sie öffnen dürfen. „Wenn geöffnet wird, dann muss der Betrieb auch aufbleiben“, so die Landrätin weiter. Es könne nicht sein, dass Inzidenzveränderung dazu führen, dass anwesende Gäste nach Hause geschickt werden. Röhrl fordert weiter, dass in Zweifel die Hygienekonzepte ausschlaggebend sein sollen. „Die können wir vor Ort sehr gut überprüfen“, betont sie. Zudem sei es unverständlich, dass im Ferntourismus so viel mehr möglich ist. Ein Urlaub in Österreich oder Italien ist selbst in Regionen möglich, in denen die Inzidenz deutlich über der von uns liegt. „Liegt keine Virusvarianz vor, dann muss der Urlauber nach der Rückkehr nicht in Quarantäne, aber zu uns dürfte er nicht einmal kommen“, sagt Röhrl. Dies könne man weder den Stammgästen, noch den Vermietern erklären.

Röhrl hat die Hoffnung, dass der Landkreis Regen möglichst bald wieder stabil unter 100 Corona-Fällen auf 100.000 Einwohnern liegt, würde sich unabhängig davon eine klare Ansage „Pro Tourismus“ wünschen. „Urlaub im Arberland ist sicher“, betont die Landrätin, und deswegen fordert sie von der Staatsregierung ein klares Ja für den Tourismusstart am kommenden Freitag, 21. Mai 2021.


Hintergrund

Nach derzeitiger Ankündigung soll eine Öffnung der Beherbergungsbetriebe nur möglich sein, wenn die Inzidenz am Freitag, 21. Mai unter 100 Corona-Fällen auf 100.000 Einwohner liegt. Derzeit ist unklar, ob es hier eine Frist, ähnlich wie bei der Öffnung von Geschäften, gibt oder ob der Freitag als Öffnungstag zählt. Unklar ist auch, welche Regeln nach der Öffnung gelten. Lediglich für die Öffnung der Außengastronomie, die seit Montag möglich wäre, gibt es klare Regeln. Hier muss die Inzidenz an fünf Tagen stabil unter 100 liegen. Dies bedeutet, dass eine Öffnung nach sieben Tagen unter 100 durch das zuständige Ministerium erlaubt wird und das Landratsamt durch Allgemeinverfügung am achten Tag die Öffnung erlauben darf. Zur Beherbergung fehlen klare Vorgaben. Klar scheint bisher nur: Dass auch hier das Landratsamt nicht selbst entscheiden darf, sondern auch hier die Erlaubnis aus München kommen muss.