Oberbürgermeister Jürgen Dupper (rechts) freut sich über die erfolgreiche Vermittlung von Michael Löw (von links), Monika Schopf und Kadie James (5. von links). Zum Dank für die Unterstützung hatten Beate Kainberger (3. von links) und Veronika Bogner (4. von links) von der Seniorenresidenz Neustift kleine Präsente übergeben (Foto: Stadt Passau)

Städtischer Pflegepool wird gut angenommen

Interessenten können sich weiterhin melden

Passau. Um Pflege- und Behinderteneinrichtungen bei der Bewältigung der coronabedingten Herausforderungen zu unterstützen, hat die Stadt Passau kurz vor Weihnachten einen öffentlichen Aufruf gestartet und einen eigenen Pflegepool eingerichtet. Nach den ersten Wochen ist eine erfreuliche Resonanz zu verzeichnen.

56 Anfragen sind bisher bei der Stadt eingegangen, woraufhin 37 Vermittlungen an Passauer Einrichtungen zu einem sofortigen oder späteren Einsatz getätigt werden konnten. „Ich bin sehr dankbar, dass es Menschen gibt, die aktiv anpacken wollen, um der Pandemie Herr zu werden. In den Einrichtungen ist nach wie vor jede helfende Hand willkommen“, zieht Oberbürgermeister Jürgen Dupper ein Zwischenfazit.
Der Seniorenresidenz Passau in Neustift konnte über den Pool der Stadt gleich mehrmals geholfen werden. Michael Löw (52) aus Schmidham ist hauptberuflich als Ingenieur tätig und arbeitet ehrenamtlich bei der sozialen Betreuung und der Essensausgabe mit. Besondere Perspektiven haben sich durch die Vermittlung für Monika Schopf (57) aus Winzer und Kadie James (35) aus Passau ergeben. Während Schopf mit ihrer Erfahrung in der Gastronomie mittlerweile befristet in der Küche angestellt ist, macht James ein Praktikum parallel zu ihrer Ausbildung zur Pflegehelferin.
Die bisher vermittelten Frauen und Männer bringen also unterschiedliche berufliche Hintergründe mit. Neben den bereits Genannten haben sich beispielsweise auch noch aktive und ehemalige Pflegefachkräfte, Studierende des Lehramts und der Medizin, Lehrer, Physiotherapeuten, Mitarbeiter aus Hotellerie und ein Landwirt gemeldet. Die einen richten den Einsatz zusätzlich zu ihrem Hauptberuf ein, die anderen nutzen Kurzarbeit oder Urlaub. „Bemerkenswert finde ich, dass Helferinnen und Helfer nicht nur aus der Dreiflüssestadt, sondern auch aus dem Umland kommen. Einem freiwilligen Engagement steht also nichts im Wege, über weitere Anmeldungen würde ich mich sehr freuen“, appelliert Oberbürgermeister Dupper.

Gesucht werden speziell Personen mit folgenden Erfahrungen:

  • Gesundheits- und Krankenpfleger
  • Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger
  • Altenpfleger
  • Pflegefachhelfer der Alten- und Krankenpflege
  • Privatpersonen mit praktischer pflegerischer Erfahrung
  • Privatpersonen mit Dienstleistungs- und Hygieneerfahrung, insbesondere aus dem Hotel- und Gaststättengewerbe

Das Ziel ist ein kurzfristiger und bedarfsorientierter Einsatz der Freiwilligen, insbesondere bei Grundpflegeprozessen, der Verpflegungsgabe und der sozialen Betreuung. Das Stammpersonal soll dadurch entlastet werden.

Michael Löw (von links), Monika Schopf und Kadie James sind froh, dass sie einen Beitrag zur Bekämpfung der Corona-Pandemie beitragen können. Von Oberbürgermeister Jürgen Dupper gab es dafür eine Flasche Stiftswein (Foto: Stadt Passau)

Wem es möglich ist, unterstützend in Heimen und Einrichtungen im Stadtgebiet betreuend und pflegend tätig zu sein, wird gebeten, sich bei der Fachstelle für Pflege- und Behinderteneinrichtungen zu melden. Diese beantwortet auch unverbindlich Fragen und informiert darüber, in welchem Rahmen und welchem Umfang die Unterstützungsleistung erfolgen könnte. Eine Kontaktaufnahme ist unter der Telefonnummer 0851 396 726 oder via E-Mail an heimaufsicht@passau.de möglich.