Stadt Passau bewirbt sich für Modellprojekt

„Öffnungsstrategie mittels Testkonzepten“

Meldung an die Staatskanzlei ist bereits erfolgt

Passau. Der am vergangenen Dienstag veröffentlichte Beschluss des Ministerrats der Bayerischen Staatsregierung eröffnet die Möglichkeit für einzelne Kommunen, an einem Modellprojekt teilzunehmen und nach den Osterferien gewisse Öffnungen unter Nutzung eines konsequenten Testregimes zu erlauben. Oberbürgermeister Jürgen Dupper hat sich heute in einem Schreiben an den Ministerpräsidenten gewendet und erklärt, dass sich die Stadt Passau um ein solches Modellprojekt bewirbt.

Oberbürgermeister Jürgen Dupper: „Wir sind in der Stadt richtig gut aufgestellt und dazu bereit, an einem derartigen Projekt teilzunehmen. Durch eine Kombination von Testungen kombiniert mit softwareunterstützter Nachvollziehbarkeit möchten wir nach den Osterferien mit ersten Lockerungen an den Start gehen. So könnte man sehr frühzeitig gemeinsam mit dem Landkreis Passau ein Zeichen setzen. Die Erkenntnisse dieser Probephase sind sicherlich für andere Städte und Regionen wertvoll, die ebenfalls an oder nahe einer Staatsgrenze liegen.“

Die Grundzüge des Modellprojekts könnten mehrere Säulen vorsehen:

Umfangreiches Angebot an Teststationen
In Passau werden flächendeckend, insbesondere im Stadtzentrum, Teststationen eingerichtet. Bürgerinnen und Bürger können dort kostenlos 7 Tage die Woche einen Antigen-Schnelltest machen lassen und erhalten als Nachweis über einen tagesaktuellen negativen Corona-Schnelltest eine Bestätigung (Tagesticket). Dazu wird ein IT-gestütztes Verfahren genutzt.

Teststrategie
In Schulen und Kitas, in Branchen, die körpernahe Dienstleistungen anbieten, in Fahrschulen und in vielen Betrieben soll regelmäßig täglich getestet werden und das Angebot der Stadt an den Teststationen und im Corona-Testzentrum am Klinikum Passau ergänzen. Mit den Testungen wird ein engmaschiges Kontrollsystem und letztlich Sicherheit geschaffen.

Öffnungen
Das Tagesticket ist Zugangsvoraussetzung für zahlreiche Betriebe. So kann die Außengastronomie ebenso geöffnet werden wie Kultureinrichtungen (Theater, Kinos, Bibliotheken), Sportstätten oder der Einzelhandel in Passau.

Information, Appelle, Kontrollen
Die Stadt appelliert an ihre Bürgerinnen und Bürger, die geltenden Regelungen zu beachten. Städtische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die Polizei kontrollieren die Einhaltung. Bei Verstößen werden Bußgelder verhängt.

Wissenschaftliche Auswertung
U. a. mit den Partnern Staatliches Gesundheitsamt und ausgewählten Betrieben der Region werden vollumfänglich Auswertungen gefahren und dokumentiert. Damit wird die Grundlage für eine mögliche Übertragbarkeit des Modells auf andere Städte geschaffen.