Aufsichtsräte des Caritasverbandes für die Diözese Passau e. V. gewählt
Profil als katholischer Verband zeigen

Passau/Freyung (can.) Die Caritas und die katholischen Wohlfahrtseinrichtungen im Bistum Passau richten ihre Dienste gemeinsam aus. Dafür hat der Caritasrat am Freitag, 26. Oktober, bei seiner Sitzung in Freyung die Weichen gestellt. Er setzte einen „Strategieausschuss“ ein. Dort sollen künftig inhaltliche Schwerpunkte, strategische Fragen und Zukunftsthemen vorbereitet und dann in dem Gremium eingebracht werden. Der Caritasrat ist damit Motor um, wie Diözesan-Caritasdirektor Michael Endres betonte, die caritativen Aktivitäten im Bistum Passau zu koordinieren.

Dem Caritasrat gehören Vertreterinnen und Vertreter der Orts- und Kreisverbände, der angeschlossenen Fachverbände, Arbeitsgemeinschaften und korporativen Mitglieder, der sozial-caritativ wirkenden Orden und des Diözesanrates an.

Aufsichtsräte für Diözesan-Caritasverband gewählt

Gleichzeitig wählten die Vertreter die künftigen Mitglieder des Aufsichtsrates des Caritasverbandes für die Diözese Passau e.V., die den Vorstand begleiten, beraten und kontrollieren. Dies sind: Wolfgang Beier, der Richter a.D. und Bürgermeister von Haiming war auch Vorsitzender des Diözesanrates, die frühere Passauer Sparkassendirektorin Renate Braun sowie der Rechtsanwalt mit Schwerpunkt Sozialrecht, Alban Westenberger. Bischof Dr. Stefan Oster hat satzungsgemäß folgende Mitglieder ernannt: Diözesanökonom und Finanzdirektor Dr. Josef Sonnleitner, Prof. Dr. Dr. Msgr. Peter Fonk vom Lehrstuhl für Theologische Ethik und die Präsidentin der Universität Passau, Prof. Dr. Carola Jungwirth. Der Aufsichtsrat, der damit in der bisherigen Form auch für die nächsten vier Jahre besetzt ist, begleitet, unterstützt und kontrolliert die beiden Vorstände, die den katholischen Wohlfahrtsverband steuern.

Der neue „Strategieausschuss“ des Caritasrates v.li.: Manfred Brandl, Johannes Erbertseder, Caritasdirektor Michael Endres, Josef Bauer und Josef Wetzl; nicht im Bild Markus Biber (Foto: Caritas)

Mit Blick auf die Veränderungen im Bereich der Kindertageseinrichtungen, komme dem Diözesan-Caritasverband in den nächsten Jahren eine große Aufgabe zu, unterstrich der Finanzdirektor der Diözese, Dr. Josef Sonnleitner, der bisher als Vorsitzender des Aufsichtsrates fungierte. Zum einen geht es um die Entlastung in der Verwaltung, zum anderen im Zuge der Neuevangelisierung darum, die Kinder und Familien im Glauben zu begleiten. Im Jahr 2019 ist geplant, dass über 40 Pfarrkirchenstiftungen und Pfarr-Caritasverbände ihre Einrichtungen an den Caritasverband für die Diözese Passau e.V. abgegeben. In den folgenden Jahren stehen weitere Trägerwechsel an, berichtete der Bischöfliche Beauftragte, Diakon Konrad Niederländer. Caritasvorstand Niederländer skizzierte bei der Sitzung in den „Wolfsteiner Werkstätten“ auch das katholische Profil der Caritas. Das Flammenkreuz symbolisiere den Auftrag, die Botschaft vom Tod und der Auferstehung Jesu Christi in die Welt zu tragen, „vor allem zu jenen Menschen, die Hilfe brauchen“. Weil von Gott zur Nächstenliebe berufen und in Christus geborgen, handle die Caritas dort, wo Liebe notwendig sei. Das müsse in den Diensten und Einrichtungen spürbar sein, um als kirchliche Angebote wahrgenommen zu werden. Die Gemeindecaritas trage die Anliegen in die Pfarreien und Dekanate. Sie unterstütze die Ehrenamtlichen in ihrem Engagement.

Caritasdirektor Michael Endres betonte das gesellschaftspolitische Engagement etwa gegen Kinderarmut. Auch im Bereich der Pflege erhebe die Caritas ihre Stimme und fordere von den politisch Verantwortlichen bessere Rahmenbedingungen. Dazu gehöre, so der Caritasvorstand, die Erhöhung des Personalschlüssels sowie eine solidarisch und paritätisch finanzierte Pflegevollkostenversicherung. Aktuell prüfe die Caritas mit einer Studie den Bedarf an Hospizplätzen im Bereich der Diözese Passau. Im Diözesanverband, so der Vorstand in seinem Bericht, stünden derzeit rund 50 Bauprojekte an. Zu den großen Maßnahmen zählen das Seniorenheim St. Gisela und das Wohnheim für behinderte Menschen St. Elisabeth in Waldkirchen. Dazu kommen im Bereich der Behindertenhilfe weitere Investitionen, unter anderem für den Neubau der Schulen St. Severin und Don-Bosco in Passau sowie für das Wohnheim in Pocking.

Der „Strategieausschuss“ bündelt Themen der verbandlichen Caritas

Der „Strategieausschuss“ des Caritasrates ist aktuell so besetzt: Caritasdirektor Michael Endres für den Diözesanverband, für die Kreis-Caritasverbände Josef Bauer, Geschäftsführender Vorstand des Kreis-Caritasverbandes Freyung-Grafenau, für die Orts- und Pfarrcaritasvereine Manfred Brandl aus Altötting, für die korporativen Mitglieder Josef Wetzl, Geschäftsführender Vorstand des Mädchenwerkes Zwiesel, für die Fachverbände und Arbeitsgemeinschaften, Johannes Erbertseder, Seraphisches Liebeswerk Altötting und Markus Biber für den Diözesanrat als dessen Vorsitzender.