Grundsatzpapier wird mit Diensten und Einrichtungen erarbeitet

Passau (can). Der Passauer Diözesan-Caritasverband unterstreicht die Präventionsarbeit und will sie nachhaltig verankern. Dazu wird ein Positions- und Strategiepapier erarbeitet. Bereits vorhandene Schutzkonzepte und Regelungen werden in diesem Prozess angepasst. Zum Start am Montag, 9. November, hat Caritasvorstand Michael Endres erklärt: Die Caritas vergewissere sich damit, wo der katholische Wohlfahrtsverband im Thema Prävention von sexualisierter Gewalt momentan stehe. Für ein klares Handeln brauche es klare Handlungsanweisungen als Instrumente. Zudem, so der Diözesan-Caritasdirektor, müssten auf breiter Ebene alle Mitarbeitenden für das Thema Prävention und eine Kultur der Achtsamkeit sensibilisiert werden.

An dem Prozess, erläutert die Leiterin der Caritas-Stabsstelle Prävention, Andrea Kramer, seien alle Caritas-Bereiche und die Mitarbeitervertretung beteiligt. In allen Einrichtungen und Diensten seien auf Basis der Rahmenordnung der Deutschen Bischofskonferenz bereits wichtige präventive und schützende Bausteine verankert. Jetzt gehe es um einen umfassenden Standard als Klammer und gleichzeitig um einen Rahmen für die institutionellen Schutzkonzepte.

Es gehe bei Prävention um Teilhabe und Achtsamkeit, Transparenz und Wertschätzung, Vertrauen und Freude an der Arbeit auf dem Hintergrund des christlichen Menschenbildes. Prävention sei eine Haltung sich selbst und anderen gegenüber beim Umgang mit Gewalt, Macht, Sexualität und Geschlechterrollen. Eine Kultur des Hinsehens, der Schutz der Würde und die Integrität von Anvertrauten, Respekt als Grundhaltung, seien Elemente der Präventionsarbeit. Dies spiegle sich dann in konkreten Maßnahmen, wie etwa dem Verhaltenscodex, dem Interventions- und Beschwerdeverfahren wider. Die Auftaktveranstaltung wurde im Präsenz- und Online-Format durchgeführt.

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