Am Freitag den 12.2. besuchten eine Gruppe von Bürgermeistern sowie Bürgerinnen und Bürgern des Ilzer Landes gemeinsam die BIOFACH in Nürnberg. Die BIOFACH ist die Weltleitmesse für Biolebensmittel und der Ort, an dem Menschen ihre Leidenschaft für Bio-Lebensmittel und den Bio-Markt teilen, sich kennenlernen und austauschen – und das seit über 25 Jahren.

Mit über 2000 Ausstellern und etwa 48.000 Besuchern aus 132 Ländern erreichte die BIOFACH dieses Jahr noch mehr Menschen als in den Jahren zuvor. Das deckt sich mit dem allgemeinen Trend, der auch im Handel zu verspüren ist. So wuchs der deutsche Gesamtumsatz mit Bio-Lebensmitteln und –Getränken im Jahr 2015 um 11,1 Prozent auf 8,62 Milliarden Euro.

Neben der steigenden Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln, die zur Zeit nur durch hohe Importraten gedeckt werden kann, steigt auch die Zahl der umstellenden Betriebe. Alleine in Bayern ist die Anzahl der Bio-Bauern im vergangenen Jahr um etwa zehn Prozent auf 7350 gestiegen. Damit werden gut sieben Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche in Bayern

Die BIOFACH –Reisenden aus dem Ilzer Land waren beeindruckt von der Größe der Ausstellung und der Fülle und Qualität an Information. Die Vielzahl von Bioprodukten, die bereits am Markt sind sowie deren internationale Herkunft ist besonders aufgefallen. Die Aussteller luden nicht nur zur Verkostung ihrer Produkte ein, sondern beantworteten bereitwillig Fragen z.B. zur Produktion, zur Vermarktung und zur Aufnahme von Lieferanten. Einige Firmen bieten Neueinsteigern in den Öko-Kräuteranbau Unterstützung an, wie z.B. die Kräuter mix GmbH. Generell sind besonders faire und langjährige Lieferantenbeziehungen für viele Bio-Verarbeiter selbstverständlich. So zeigte sich Frau Gutsmiedl beeindruckt von dem Unternehmen Lammsbräu, welches mit über 140 Bauern in Neumarkt und Umgebung Verträge mit Preis- und Abnahme-Garantie geschlossen hat.

Das Unternehmen Altdorfer Biofleisch hatte es Herrn Bürgermeister Gutsmiedl und Herrn Nusshardt besonders angetan. Es hat sich auf dem umkämpften Fleisch- und Wurstmarkt mit herausragender Qualität seinen Platz geschaffen und bietet Ökolandwirten faire Preise für ihr Fleisch. Auch Lieferantenbeziehungen mit Landwirten aus dem Ilzer Land wären möglich.

Das Ehepaar Alberth war besonders von den Käserebellen begeistert, einem kleinen Unternehmen aus dem Tiroler Land. Dieses Unternehmen verarbeitet innerhalb seiner Region nur Heumilch zu hochwertigen Käsespezialitäten. In der Veredlung von hochwertigen landwirtschaftlichen Produkten aus der Region und für die Region sehen die Alberts eine große Chance für das Ilzer Land.

Von links: Bgm.Niedermeier (Grafenau), Bgm. Köberl (Ringelai), Mitarbeiter Lammsbräu, Barbara Ströll und weitere Bürgerin aus der Öko-Modellregion Amberg- Sulzbach, Klara und Elisabeth Gutsmiedl, Bgm. Gutsmiedl (Röhrnbach), Alois Nusshardt (Ringelai), Corinna Ullrich (Projektleitung ÖMR Ilzer Land), Bgm. Binder (Fürsteneck), Werner Weny (ALE Niederbayern), Hannelore Hopfer (Kapellenhof Ringelai) und Hans-Jürgen Edelmann (ALE Niederbayern) mit dabei waren außerdem noch Frau Claudia Schmelzbauer vom Kräuterhof Ringelai und Markus und Ursula Alberth aus Perlesreut.

Von links: Bgm.Niedermeier (Grafenau), Bgm. Köberl (Ringelai), Mitarbeiter Lammsbräu, Barbara Ströll und weitere Bürgerin aus der Öko-Modellregion Amberg- Sulzbach, Klara und Elisabeth Gutsmiedl, Bgm. Gutsmiedl (Röhrnbach), Alois Nusshardt (Ringelai), Corinna Ullrich (Projektleitung ÖMR Ilzer Land), Bgm. Binder (Fürsteneck), Werner Weny (ALE Niederbayern), Hannelore Hopfer (Kapellenhof Ringelai) und Hans-Jürgen Edelmann (ALE Niederbayern) mit dabei waren außerdem noch Frau Claudia Schmelzbauer vom Kräuterhof Ringelai und Markus und Ursula Alberth aus Perlesreut.

Die Bürgermeister und Akteure des Ilzer Landes empfanden die BIOFACH als sehr anregend und motivierend. Sie wünschen sich auch für die ILE Ilzer Land,  mehr Landwirte die den Mut finden auf ökologische Landwirtschaft umzustellen. Dass die Produkte einen Markt finden, hat die Messe ein weiteres Mal gezeigt.

Mit der Projektmanagerin Corinna Ullrich der Öko-Modellregion, die ihr Büro in der Bauhütte in Perlesreut hat, ist eine erste Anlaufstelle geschaffen um Landwirte und Verarbeiter zu vernetzen und Landwirte bei der Umstellung auf Ökolandbau zu begleiten. Die Bioverbraucher haben Hunger, die Abnehmer warten schon, jetzt müssen die Produkte bei uns nur noch in Bioqualität produziert werden.

(Pressemitteilung, Projektmanagement Öko-Modellregion Ilzer Land e.V., Corinna Ulrich)