Im Café Museum Moderner Kunst – Wörlen, Bräugasse 17, in Passau, 11.03.2016 (Freitag), 19.30 Uhr

Der weit über Passau hinaus bekannte Autor, Heimathistoriker und Akademische Direktor an der Universität Passau befasst sich schon seit vielen Jahren mit dem sogenannten Heimatdichter Max Matheis (1894-1984) und dessen Verstrickung in das verbrecherische Naziregime.

Göttler legt nun die Ergebnisse seiner langen und gründlichen Forschungen zur Person Matheis vor: zu seinen Schriften und sonstigen Aktivitäten für das Hitler-Regime. Das Buch trägt den Titel: „Max Matheis und die tiefbraunen Flecken auf seiner weißblauen Heimatweste“.

Der im Grafenauer Morsak Verlag erschienene Band enthält eine Fülle an Beweisen dafür, dass Matheis auch als wohlbestallter Schulleiter und bis zu seinem Lebensende der „alte Nazi“ geblieben ist. Nie gab es von ihm ein Wort des Bedauerns über eine eventuelle politische oder moralische Fehlorientierung.

Autor Göttler stellt sein Buch am Freitag, 11. März, 19.30 Uhr, im Café Museum Moderner Kunst – Wörlen, Bräugasse 17, in Passau vor. 

Im Anschluss findet eine Diskussion zur Forderung der Umbenennung der Max Matheis-Straße statt. Trotz der vielen und allen zugänglichen schriftlichen Bekenntnisse von Matheis hat die Stadt Passau ihm in den früheren Nachkriegsjahren die Ehrenbürgerwürde verliehen und eine Straße nach ihm benannt.

Göttler schließt sich der Aberkennung der Würdigungen an. Er hatte sich auch schon in anderen Orten, die Matheis ähnlich ehrten, energisch für Aberkennungsverfahren eingesetzt. Dabei, so ein Passus in Göttlers reich mit Dokumenten versehenem und umfassend kommentiertem Buch, sollten auch noch andere Namen ins Visier genommen werden, etwa Hans Watzlik.