Coronabedingte Verdienstrückgänge in der Gastronomie bereits im ersten Quartal erkennbar

Nach Berechnungen des Bayerischen Landesamts für Statistik verdienten vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im ersten Quartal 2020 in Bayern monatlich im Durchschnitt 4 211 Euro (ohne Sonderzahlungen).

Zwischen einzelnen Wirtschaftsbereichen bestanden teilweise deutliche Unterschiede. Während Vollzeitbeschäftigte im Bereich der Erbringung von Finanz- und Versicherungsdienstleistungen durchschnittlich 5 647 Euro verdienten, lag der Bruttoverdienst im Gastgewerbe bei 2 460 Euro. – Der Index der Bruttomonatsverdienste von Vollzeitbeschäftigten stieg im Vergleich zum Vorjahresquartal um 1,8 Prozent. In der Gastronomie war der Index hingegen coronabedingt relativ stark rückläufig (-2,5 Prozent).

In Bayern lag der Bruttomonatsverdienst (ohne Sonderzahlungen) vollzeitbeschäftigter Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im ersten Quartal 2020 im Durchschnitt bei 4 211 Euro. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik mitteilt, betrug die durchschnittlich bezahlte wöchentliche Arbeitszeit 38,7 Stunden.

Zwischen den einzelnen Branchen zeigten sich größere Unterschiede im Verdienstniveau. Die Spanne des durchschnittlichen Bruttomonatsverdienstes reichte von 2 460 Euro im Gastgewerbe bis hin zu 5 647 Euro, welche im Bereich der Erbringung von Finanz- und Versicherungsdienstleistungen erzielt wurden. In dem für Bayerns Wirtschaft bedeutsamen Bereich des Verarbeitenden Gewerbes bekamen Vollzeitbeschäftigte mit 4 444 Euro einen überdurchschnittlichen Bruttomonatsverdienst.

Im dazugehörigen Wirtschaftszweig „Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen“ verdienten Vollzeitbeschäftigte im ersten Quartal 2020 durchschnittlich sogar 5 353 Euro brutto pro Monat.

Gemessen am Index der Bruttomonatsverdienste (ohne Sonderzahlungen) der vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer war gegenüber dem Vorjahresquartal ein Verdienstzuwachs in Höhe von 1,8 Prozent zu verzeichnen, wobei die Steigerungsrate im Dienstleistungsbereich (+2,5 Prozent) höher ausfiel als im Produzierenden Gewerbe (+1,0 Prozent). Im Wirtschaftszweig „Gastronomie“ zeigte sich allerdings ein Verdienstrückgang in Höhe von 2,5 Prozent, der auf die coronabedingte Zunahme von Kurzarbeit ab der zweiten Märzhälfte zurückgeführt werden kann. Auch die bezahlte Wochenarbeitszeit – gemessen am Index der bezahlten Stunden der Vollzeitbeschäftigten – ist in der Gastronomie im Vergleich zum Vorjahresquartal um 4,6 Prozent zurückgegangen.


Hinweis:
Diese Zahlen sind Ergebnisse der vierteljährlich durchgeführten Verdiensterhebung. In einer repräsentativen Stichprobe werden rund 5 000 bayerische Betriebe (und andere örtliche Einheiten wie Niederlassungen von Körperschaften, Stiftungen etc.) aus nahezu allen Branchen der gesamten Wirtschaft mit Ausnahme der Land- und Forstwirtschaft, der privaten Haushalte sowie der exterritorialen Organisationen und Körperschaften befragt.
Von der Vierteljährlichen Verdiensterhebung werden ausschließlich die Bruttoverdienste ohne das Kurzarbeitergeld erfasst.
Regionalisierte Zahlen stehen nicht zur Verfügung.

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