SPD-Kreisvorsitzende und Landtagskandidatin Bettina Blöhm zu Besuch bei Heinz Pollak, Bürgermeister von Waldkirchen

Waldkirchen. Kommt nun ein Kreisverkehr am umstrittenen Knotenpunkt an der Waldkirchner Umgehung oder doch eine zweite Brücke? Nachdem jüngst darüber wieder in einer großen Tageszeitung berichtet wurde und sich – wie es scheint – das Staatliche Bauamt Passau sowie auch Vertreter der CSU offenbar schon für eine zweite Brücke entschieden hätten, wollte sich auch die SPD-Kreisvorsitzende (Freyung-Grafenau/Regen) und Landtagskandidatin Bettina Blöhm aus erster Hand informieren lassen, weshalb sie sich am vergangenen Donnerstag mit dem Bürgermeister von Waldkirchen traf.

Entschieden sei noch gar nichts, so Pollak. Ebenso könne er nur darüber spekulieren, was an diesem besagten Ortstermin, einer in erster Linie offenkundigen CSU-Veranstaltung, geredet oder gar weiter geplant wurde. „Ich befand mich an diesem Tag im Urlaub in Italien. Mittels einer E-Mail wurde ich über den Termin informiert. Als Vertreter der Stadt Waldkirchen habe ich dann Hans Kapfer, 3. Bürgermeister von Waldkirchen, gebeten, daran teilzunehmen.“

Für den Bürgermeister der Stadt Waldkirchen steht außer Zweifel: „Ein Kreisverkehr an diesem Knotenpunkt zu realisieren, ist für mich nach wie vor die bessere Variante. Nicht nur im Hinblick auf den wachsenden Verkehrsfluss oder die Verkehrssicherheit an dieser Stelle, sondern auch was die Baukosten anbelangt. Bei einer zweiten Brücke hätte man mit deutlich höheren Kosten zu rechnen. Und vergessen wir dabei nicht die Folgekosten respektive Unterhaltskosten für die Zukunft. In beiden Fällen, also Baukosten und Folgekosten, hat sich die Stadt Waldkirchen mit 1/3 schlussendlich zu beteiligen.
Darüber hinaus steht schon seit längerer Zeit der Stadtrat von Waldkirchen in seiner Mehrheit hinter einem Kreisverkehr und gegen eine zweite Brücke.“ Überdies, so Pollak weiter, würde das die Mehrheit der Waldkirchner Bevölkerung und direkt betroffene Anwohner genauso sehen.

Laut Robert Wufka, leitender Baudirektor des Staatlichen Bauamtes Passau, müsse ein Kreisverkehr den örtlichen Gegebenheiten entsprechen und somit in diesem Fall sechs Straßenäste aufweisen und bräuchte damit einen enorm großen Durchmesser von 70 Metern.
Dieser Argumentation kann Heinz Pollak aber nichts abgewinnen: „Ich wüsste nicht, warum an dieser Stelle kein Kreisverkehr Platz hätte. Darüber hinaus wären meines Erachtens lediglich vier Straßenäste notwendig und nicht sechs.
Ebenso wird es spannend zu sehen, in welcher Zeitspanne man es baulich noch hinbekommen soll, eine zweite Brücke bis 2020 zu bauen. Denn bis dahin war schon von Beginn weg immer geplant gewesen, die Situation an der „Monsterkreuzung“ zu verbessern. So jedenfalls das Versprechen der Straßenbaubehörde.“

Wie es nun weitergehen würde, wollte die Landtagskandidatin vom Bürgermeister erfahren. Noch im Juli soll eine weitere Sitzung im Stadtrat erfolgen, an der das Staatliche Bauamt einmal mehr über seine Pläne informieren will. „Am Ende ist es das Staatliche Bauamt, das darüber zu entscheiden hat, ob nun eine zweite Brücke oder ein Kreisel gebaut wird, das ist klar. Doch das letzte Wort dazu ist noch nicht gesprochen. Und es versteht sich von selbst, dass unter diesem Aspekt, Waldkirchen größtenteils außen vor zu lassen und praktisch zu ignorieren, mit großem Widerstand zu rechnen ist.“

Bettina Blöhm kann der Argumentation von Heinz Pollak absolut zustimmen und sieht die Lösung, insbesondere aus wirtschaftlicher Hinsicht, auch nur in der Vollendung eines Kreisverkehrs – die Landtagskandidatin sagte dem Bürgermeister sowie der Stadt Waldkirchen ihre volle Unterstützung zu.

Abschließend ließ sich die SPD-Kreisvorsitzende noch über aktuelle Themen und Projekte durch Heinz Pollak informieren.