Brennholz macht dreimal warm – beim Fällen, bei der Aufarbeitung und beim Einschüren.

Die SVLFG rät: Achten Sie auf Ihre Arbeitssicherheit und Ihre Gesundheit beim Fällen und bei der Aufarbeitung, damit Sie die wohlige Wärme später im Haus genießen können.

Die klassische Praxis der Brennholzaufarbeitung – Spalten mit dem Holzspalter und Sägen mit der Kreissäge – ist mühsam und unfallträchtig. Personen stürzen oder stolpern dabei, sie erleiden Verletzungen durch die eingesetzten Maschinen, durch Werkzeuge oder durch umherfliegende Holzteile. Zu diesen Unfallrisiken kommen gesundheitliche Belastungen durch die schwere Arbeit, Lärm und Staub.

Großmaschinen gemeinsam nutzen

Moderne, technisch ausgereifte Großmaschinen schaffen hier Abhilfe. Sie reduzieren die Belastungen, minimieren die Unfallgefahren für den Nutzer, sparen Zeit und verringern den Arbeitskräftebedarf. So kann zum Beispiel eine Person mit einem entsprechend dimensionierten Säge-Spalt-Automaten durchaus 15 Raummeter Scheitholz in einer Stunde herstellen.

Nicht jeder Waldbesitzer oder Selbstwerber kann oder will sich die Anschaffung einer solchen Maschine alleine leisten. Bei Maschinengemeinschaften verteilen sich die Kosten auf mehrere Schultern. Prüfen Sie deshalb die Möglichkeit einer gemeinschaftlichen Anschaffung oder werden Sie Mitglied in einer bestehenden Maschinengemeinschaft. Wenn Sie alternativ die Arbeiten einem Lohnunternehmer übergeben, erwachsen daraus Vorteile für beide Seiten: Sie als Holzbesitzer lassen Ihr gesamtes Brennholz in kürzester Zeit zu verhältnismäßig geringen Kosten aufarbeiten und haben selbst nur eine geringe Arbeitsbelastung. Der Lohnunternehmer profitiert von dem Zuerwerb.

(Foto: SVLFG)

Der wichtigste Effekt beim Einsatz moderner Großmaschinen ist aber der Gewinn an Lebensqualität, Gesundheitsvorsorge und Sicherheit.

Altmaschinen prüfen

Wer keine Großmaschinen für die Brennholzaufarbeitung einsetzt, sollte seine vorhandenen Spalter und Sägen kritisch prüfen. Entsprechen sie noch den sicherheitstechnischen Standards? Oder sind sie bereits so veraltet, defekt oder unvollständig, dass ihre Nutzung ein Sicherheitsrisiko darstellt? Hersteller haben in den letzten Jahren bessere Maschinen mit weiterentwickelten Schutzeinrichtungen und Sicherheitstechnik entwickelt. Gelungenes Beispiel dafür ist die deutlich verbesserte Verkleidung von Kreissägeblättern.

Der Holzbesitzer lässt die schwerere Arbeit verrichten und schont dabei seinen Rücken (Foto: SVLFG)

 Inzwischen sind auch völlig neue Sicherheits- und Maschinenkonzepte wie zum Beispiel Trommelsägen auf dem Markt. Profitieren Sie von diesen neuen Entwicklungen und lassen Sie sich im Fachhandel beraten, welche Maschine für Ihre Bedürfnisse am besten passt. Idealerweise probieren Sie verschiedene Modelle aus. Beherzigen Sie auch die Inhalte der mitgelieferten Bedienungsanleitung. Egal für welche Maschine Sie sich bei einem Neukauf entscheiden: Jede erfordert immer noch ein großes Maß an Kraft- und Arbeitseinsatz. Einfacher, sicherer und zeitsparender bleibt die Vergabe der Arbeit an Profis. Die SVLFG rät deshalb: Fragen Sie unsere Sicherheitsberater, den Maschinering oder die örtliche Forstbetriebsgemeinschaft nach für Sie passenden Lösungen.

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