Gibt’s vier Konzertabende lang im Café Museum. Von traditionell über rockig bis abgefahren

(von Tobias Schmidt)

Vier Mal steht zwischen Mittwoch, 28. Februar und Samstag, 3. März im Café Museum Blues auf der Tageskarte.

Los geht’s mit Dead Tuna. „Flinkfingerpicking“ ist die Disziplin des Akustikgitarristen Jeff Aug aus Washington, D.C. Was er so wörtlich nahm, dass er derzeit mit 12 Auftritten in 12 Ländern in nur 24 Stunden im Guinnessbuch der Rekorde steht. Am 28.2. kommt er mit seinem Duo als „Dead Tuna“ in den Club in der Bräugasse.

Augs Partner Hans Penzoldt, ein gefragter Solist an der Mundharmonika, stammt aus der Gegend zwischen Thüringer Holzland und dem sächsischen Teil des Vogtlands – der Heimat einiger Recken der Bluesszene in der ehemaligen DDR. Alvin Lee verhalf ihm zu Einsätzen mit internationalen Bluesgrößen wie Louisiana Red oder Spencer Davis, später spielte er auch mit Michael Vdelli. Ein langsamer Boogie mit einer Cowbell als Taktgeber, 1976 passend fürs Publikum des gerade aufkommende UKW-Formatradios zurecht soundgeschneidert – das alles war der Welthit „Couldn’t get it right“ von der Climax Blues Band.

The Blues Hunt (Foto: Veranstalter)

Gitarrist Lester Hunt und Keyboarder George Glover sind am 1.3. mit ihrer Formation The Blues Hunt zu erleben. Inklusive vier(!), Leadvocalists, einem kroatischen Mundharmonikaspieler mit Fender Blues Award im Gepäck, rockig-bluesigen Eigenkompositionen sowie Interpretationen von Blues Klassikern.

Krakowczyk-Waldenfels-Biswurm (Foto: Krakowczyk)

„Spelunken-Jazz, Western, Blues, Swing & Boogaloo“ ist das Konzert von Krakowczyk-Waldenfels-Biswurm am 2.3. überschrieben. Obacht, Nat King Thomas alias Thomas Krakowczyk in Begleitung der Herren Multiinstrumentalist-Theatermusiker Titus Waldenfels und Radiomoderator-DADA-Liebhaber Roland H.H. Biswurm zelebriert hier eine ziemlich ironisch gegen den Strich gebürstete Bluesmelange. Mit Kornett! Und Banjo, mit Violine und wimmernder Lapsteelgitarre. Klingt nach Bluegrass? Na ja, so rein vom Wort her, ist das ja nicht weit weg vom Blues – auf den weiteren Trio-in-der-Multigenre-Achterbahn-Abends geben wir keine Garantie für gar nichts.

Peter Karp (Foto: Andrea Behrends)

Seit einem Jahr lobt die Fachpresse nun schon die aktuelle CD „Alabama Town“ von Peter Karp aus Nashville. Er wird sie am 3.3. mit seinem Trio im Café Museum vorstellen. Ein Meister besonders im Slidespiel, Songwriter, brillanter Vertreter und „rebellischer Yankee“ in der Americana-Roots Musik wurde er durch seine jahrelange Zusammenarbeit mit Mick Taylor, a.k.a. „der beste Leadgitarrist, den die Rolling Stones hatten“, bekannt. Verewigt auf mehreren Livealben. Zwei gemeinsam mit der aus Kanada stammenden Bluessängerin und –gitarristin Sue Foley aufgenommene CDs sind ebenfalls zu empfehlen.

Alle Konzerte beginnen um 20 Uhr. Ein Kombipreisticket für diese vier Gigs zu 50,- Euro ist erhältlich; einfach bei der Kartenreservierung unter Tel. 0851 21246410 oder music@cafe-museum.de anfragen.