CSU-Abgeordnete bitten Staatssekretär Eck für Feuerwehr-Fachgespräch nach Passau

Passau. Sicherheit gehört zu den wichtigsten Grundbedürfnissen aller Bürgerinnen und Bürger. Daher setzt der Freistaat auf ein hohes Maß an Sicherheit, auch im Bereich der Blaulichtorganisationen. “Dass bei Knopfdruck Notarzt und Feuerwehr kommen, ist mittlerweile schon selbstverständlich für uns, dennoch möchte ich an dieser Stelle meine größte Wertschätzung für die sehr umfassende Arbeit der Freiwilligen Feuerwehren in ganz Bayern ausdrücken“, betont Gerhard Eck, Staatssekretär aus dem Bayerischen Staatsministerium des Inneren, für Bau und Verkehr, eingangs bei einem Austausch mit den Führungskräften der Feuerwehren aus Stadt und Landkreis Passau.

Das Mitglied der Bayerischen Staatsregierung war auf Einladung der Abgeordneten Walter Taubeneder und Prof. Dr. Gerhard Waschler nach Passau gekommen, um sich intensiv den Anliegen der Feuerwehren aus der Region anzunehmen. “Ob bei Feuer, Sturm, Hochwasser oder Verkehr – die Feuerwehren sind immer und überall im Einsatz, was natürlich auch psychisch alles verarbeitet werden muss“, macht Eck seine Anerkennung für die Männer und Frauen in Wehren nochmals deutlich. Von den insgesamt 320.000 Einsatzkräften im Freistaat seien immerhin 310.000 ehrenamtlich unterwegs – eine ständige Wache mit Berufswehren wäre schlicht nicht finanzierbar. Dementsprechend sollen jedoch die Freiwilligen Feuerwehren, ebenso wie die Kommunen selbst, massiv unterstützt werden: “Schon allein weil die technische Ausrüstung immer aufwendiger und moderner wird, muss hier nachgerüstet werden – und diesem Auftrag kommt die Bayerische Staatsregierung auch nach“, so Eck.
In den letzten Jahren wurden rund 158 Millionen Euro an Fördergeldern in den Feuerwehrbedarf investiert, davon sind knapp 19 Millionen Euro nach Niederbayern geflossen und speziell 2,8 Millionen Euro in und um Passau zum Einsatz gekommen. “Außerdem haben wir die Anreize geschaffen, um das Ehrenamt zu stärken“, betont der Staatssekretär weiter. Dennoch werde die Zahl der Aktiven weiter zurückgehen, beklagt Kreisbrandrat Josef Ascher: “Allein in den letzten zehn Jahren haben wir rund 500 aktive Feuerwehrler verloren.“ Stadtbrandrat Dieter Schlegl brachte nochmals den neu eingeführten Digitalfunk ins Gespräch: “Das Netz ist gut und hat sich bei uns auch in Zeiten der Springfluten bewährt, war von großem Nutzen und ist mit vielen Vorteilen verbunden.“ An dem neuen Kommunikationssystem führe laut Eck kein Weg vorbei. “Das alte Funknetz war nicht mehr zu verantworten und die Gesamtkosten von rund 1 Milliarde Euro, inklusive Unterhalt und Wartung bis ins Jahr 2021, sind richtig angelegt.“

Auch die Ausbildung sei ein großes Thema und Anliegen unter den Wehren: “Wir dürfen nicht nur die Schulen und Gerätehäuser gut ausstatten, wir müssen dafür sorgen, dass die Einsatzkräfte entsprechend geschult und qualifiziert sind.“ Die Zahl der Lehrgangsplätze sei schon lange nicht mehr auf dem Niveau, aus dem es eigentlich sein sollte. “Mit insgesamt 153 Feuerwehren im Landkreis Passau stehen uns gerade mal rund 200 Schulungsplätze im Jahr zu – das ist nichts und das wird zu einem echten Problem“, so Ascher weiter.

“Die Feuerwehren sind uns unabdingbar wichtig, nicht nur, weil sie sich im Dienste der Gesellschaft teilweise sogar selbst in Lebensgefahr begeben, auch andere Bereiche, wie das Engagement in der Vereinsarbeit, sind überaus wertvoll“, bringen auch die Abgeordneten Walter Taubeneder und Dr. Gerhard Waschler ihren Dank für die Arbeit der Feuerwehren zum Ausdruck. Die staatlichen Gelder seien hier bestens angelegt.

(Bild: v.l.; Kreisbrandrat Josef Ascher, MdL Walter Taubeneder, Staatssekretär Gerhard Eck, MdL Gerhard Waschler und Stadtbrandrat Dieter Schlegl – Foto: Stefanie Starke)

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