Arbeitsplätze und Lebensraum für Menschen mit Behinderung
Feier am Freitag, 15. Juni, 9.30 Uhr
Am Samstag, 16. Juni, „Tag der offenen Tür“

Freyung/Passau (can.) Die umfangreichen Baumaßnahmen in den Wolfsteiner Werkstätten sind abgeschlossen. Jetzt finden 230 Menschen mit Behinderung im Ersatzneubau der Caritas-Einrichtung in Freyung nicht nur bedarfsgerechte Ar-beitsplätze sondern auch einen ansprechenden Lebensraum. Seit 2015 wurden der Werkstattbereich und die Küche mit dem Speisesaal auf über 6295 Quadratmetern neu errichtet. Insgesamt stehen für die aktuell 395 zu betreuenden Menschen mit Behinderung in der Einrichtung des Caritasverbandes für die Diözese Passau e.V. rund 20.000 Quadratmeter Nutzfläche zu Verfügung. Diözesanbischof Dr. Stefan Oster (SDB) segnet am Freitag, 15. Juni, um 9.30 Uhr die Menschen und den Neu-bau. Am Samstag, 16. Juni, stellen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beim „Tag der offenen Tür“ ihre Arbeit vor.

Firmen setzen auf die Partnerschaft mit Menschen mit Behinderung (Foto: Caritas)

Für Caritasdirektor Michael Endres sind die Werkstätten „mehr als ein Arbeitsort“. Denn die Caritas erschließe „nicht allein berufliche Chancen sondern Lebens- und Teilhabemöglichkeiten für Menschen mit Behinderung“. Man wollte einen Ort schaf-fen, an dem sich Menschen zu Hause fühlen, unterstreicht der Leiter der Wolfstei-ner Werkstätten, Helmut Weber. „Sie sollen Sicherheit, Verlässlichkeit und Zugehö-rigkeit erfahren. Auch einen Ort, an dem sie Arbeit als einen wichtigen integralen und erfüllenden Teil des Lebens erfahren“. Seit Jahrzehnten sind die Wolfsteiner Werkstätten Partner internationaler Konzerne, mittelständischer Betriebe und regio-naler
Geschäfte.

Präzise Arbeit in der Metallabteilung (Foto: Caritas)

Jetzt ausreichend Platz in modernen Räumen
Große Fensterfronten, eine moderne, zweigeschossige Bauweise, kleine Grünan-lagen rund ums Haus und in allen Bereichen barrierefrei: so sieht die Erweiterung der Caritas-Werkstatt aus. Nun ist Platz, im Erdgeschoss etwa für die Bereiche Me-tall und Holz, sowie für den Speisesaal, in dem täglich rund 300 Essen ausgegeben werden; im Obergeschoss für die Serienfertigung, sprich Verpackung. Dazu jeweils für Umkleiden, Sanitäranlagen mit Pflegebereichen, Aufenthalts- und Technikräu-me. Der Neubau war nötig geworden, weil die bisherigen Räumlichkeiten in der Zuppingerstraße zuletzt aus allen Nähten platzen, erklärt Einrichtungsleiter Weber. Ursprünglich in den siebziger Jahren auf 80 Werkstattplätze ausgelegt, wurde die Caritas-Werkstatt in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich auf 180 Plätze und spä-ter auf 310 Plätze erweitert. Daher mussten Arbeitsbereiche ausgelagert werden.

Montage, Wäscherei oder 4-Sterne-Hotel bieten ein breites Spektrum
Je nach Leistungsfähigkeit und persönlicher Eignung werden in den Fertigungs- und Verpackungsbereichen einfache oder komplexe Montagetätigkeiten ausge-führt, im Innenausstattungsbereich kreative und hochwertige Näharbeiten oder Holzarbeiten in der Schreinerei. Dazu kommt die Wäscherei für Kliniken, Altenhei-me und Hotels sowie die moderne Metallabteilung. Eigene integrative Betriebe wie das barrierefreie 4-Sterne-Hotel „Witikohof“ in Bischofsreut, die chemische Reini-gung und der Werkstattladen direkt im Zentrum von Freyung, ermöglichen Tätigkei-ten nahe am ersten Arbeitsmarkt. Das Angebot an individuellen Arbeitsplätzen ist groß und vielfältig. Für schwerstmehrfachbehinderte Menschen gibt es die an die Werkstatt angegliederte Förderstätte „BesondersAnders“.

Tag der offenen Tür am Samstag, 16. Juni
Am Samstag, 16. Juni kann man die Wolfsteiner Werkstätten erleben und Einblick in das Leistungsspektrum der Caritas-Einrichtung erhalten. Einrichtungsleiter Hel-mut Weber freut sich „auf viele Besucher und das Interesse an der Arbeit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“. Es gibt beim „Tag der offenen Tür“ Informationen über arbeitsbegleitende Angebote, die soziale Begleitung und die pädagogische Arbeit. Ein buntes Rahmenprogramm mit vielen Aktivitäten und Attraktionen rundet das Angebot für Groß und Klein ab.