RBO verlegt Linie und schenkt Realschülern damit 15 Minuten frühere Zeitzeit – Weniger Hetze auch für Mittelschüler

Passau/Tittling/Eging. 15 Minuten können rund 40 Schüler aus Eging, die die Realschule Tittling besuchen, neuerdings früher in die Freizeit starten und ersparen außerdem vielen Eltern den „Abholservice“ in Fürstenstein. Grund dafür ist eine Fahrplan-Änderung, die die Regionalbus Ostbayern (RBO) auf Wunsch von Realschul-Direktor Otto Murr ausgetüfelt hat: „Wir als Landkreis wissen, dass die Busverbindung ein wichtiger Standortfaktor für unsere Schulen ist“, freut sich Manfred Süß, Fachbereichsleiter ÖPNV am Landratsamt. Denn für die benachbarte Wilhelm-Niedermayer-Grund- und Mittelschule wurde ebenfalls eine Verbesserung für Eginger Jugendliche am Nachmittag erreicht.

Bis vor kurzem fuhr die Linie 6138 um 12.56 Uhr wegen der vielen Kinder und Jugendlichen aus der Realschule Tittling mit drei Bussen nach Eging. Allerdings ging die Fahrt nicht auf direktem Weg, sondern über Oberpolling, Nammering und Aicha vorm Wald, ein bedeutender Umsteigepunkt, zum Zielort. Es handelte sich um eine Linie mit „zwei Verstärkern“, wie Bernhard Buchinger, Referent für Fahrplanungen der RBO, erklärt. Schon im November hatte Direktor Otto Murr Landrat Franz Meyer auf das Problem hingewiesen. Als er nun erfuhr, was bei einer Fahrplanänderung alles zu beachten ist, „bin ich umso dankbarer, dass das Ziel erreicht wurde“, so Murr bei einem Ortstermin in der Realschule Tittling.

Die Lösung sieht nun so aus, dass die RBO eine weitere Fahrt bei der Linie 6138 in den Fahrplan aufnahm. Nur: Letzte Haltestelle ist hier nicht Eging, sondern Aicha vorm Wald. Zuvor steuert der Bus Eging auf direktem Weg an und ist somit um 13.13 Uhr, also 17 Minuten nach Abfahrt an der Realschule in Eging-Marktplatz. Erst dann geht es weiter nach Aicha vorm Wald. Die beiden anderen Busse der Linie 6138 fahren aber wie gewohnt die Schleife Aicha, bevor es nach Eging geht.

Hört sich leichter gesagt als getan an, denn jede Änderung im Fahrplan hat im komplexen Netz mehrere Folgen, erklärt Bernhard Buchinger von der RBO: „Es müssen immer die Auswirkungen der Linie vorher und nachher bedacht werden.“ Und eine Änderung muss auch in den Fahrplan der beauftragten Firma passen. Unternehmer Bernd Uhrmann bestätigt, dass seine Fahrzeuge im BMW-Werksverkehr unterwegs sind, also auch rechtzeitig wieder am Hauptsitz Fürstenstein bereit stehen müssen.

Am Ende waren es drei Schüler, die durch die Änderung wenige Minuten später daheim ankommen, erklärt Realschuldirektor Otto Murr. Mit ihnen sei gesprochen worden und sie seien auch einverstanden gewesen. Ansonsten: „Zwei oder drei Informationsanrufe, aber keine Beschwerden“, erzählt Busunternehmer Bernd Uhrmann von den Reaktionen auf die neue Linie, die seit Anfang April im Einsatz ist. Und er hat beobachtet: „Die Elterntaxi-Zeit ist vorbei.“ Zuvor hatten nämlich „zehn bis 20 Autos“ von Eltern aus Eging täglich in Fürstenstein gewartet, um ihre Kinder gleich abzuholen.

Eine weitere Verbesserung wurde für die Nachmittagsschüler der Wilhelm-Niedermayer-Grund- und Mittelschule aus Eging umgesetzt, wie Manfred Süß und Bernhard Buchinger beim Ortstermin in Tittling erklärten. Die Ganztagsschüler mussten bislang früher aus dem Unterricht stürmen, um um 15.20 Uhr den Bus zu erreichen, der nicht an der Schule, sondern am Marktplatz losfuhr. Jetzt steuert der Bus zum einen auch die Haltestelle Realschule an und das erst fünf Minuten nach Schulschluss, um 15.35 Uhr.

(Bild: Präsentieren den neuen Fahrplan, der Verbesserungen für die Schüler der Realschule Tittling aus Eging bringt (von links): Manfred Süß, Fachbereichsleiter ÖPNV am Landratsamt, Otto Murr, Direktor der Realschule Tittling, Busunternehmer Bernd Uhrmann und Bernhard Buchinger, Referent für Fahrplanungen der RBO. (Foto: R. Ehm-Klier/innpressum.de)

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