CSU-Kreistagsfraktion bekennt sich zur beruflichen Bildung – Besuch der Berufsfachschule Waldkirchen

Waldkirchen. Die CSU-Kreistagsfraktion im Landkreis Freyung-Grafenau bekennt sich ganz klar zur beruflichen Bildung als wichtiges Standbein einer positiven wirtschaftlichen Entwicklung in der Region. Dazu hat sie zusammen mit Landrat Sebastian Gruber und dem Fraktionssprecher Max Gibis die Baustelle der Berufsfachschule Waldkirchen besichtigt und zugleich ein Positionspapier zur beruflichen Bildung vorgestellt. 

Schulleiter Uwe Burghart und Christian Lankl vom verantwortlichen Architektenbüro PPP konnten eine große Abordnung der CSU-Kreistagsfraktion im Landkreis Freyung-Grafenau an der Baustelle der Berufsfachschule Waldkirchen begrüßen. Zunächst einmal führten beide durch die Großbaustelle im Beruflichen Schulzentrum Waldkirchen. „Die Hallen der Dachdecker sind mittlerweile total entkernt und auf einen Rohbauzustand zurückgebaut, so dass wir hier nun mit dem Innenausbau beginnen können“, so Christian Lankl. Landrat Sebastian Gruber und Fraktionssprecher Max Gibis zeigten sich beeindruckt vom Baufortschritt des Projekts, das erst im August 2018 gestartet wurde. Auch Schulleiter Uwe Burghart zeigte sich hocherfreut, dass hier am Beruflichen Schulzentrum Waldkirchen alleine im ersten Bauabschnitt fast 15 Mio. Euro investiert werden. „Für den ersten Bauabschnitt erhält der Landkreis dabei eine Förderung von 3,75 Mio. € vom Freistaat Bayern“, betonte Landrat Sebastian Gruber noch gegenüber der CSU-Kreistagsfraktion während der Besichtigung.

Mit dem Besuch der Baustelle im Beruflichen Schulzentrum Waldkirchen will die CSU-Kreistagsfraktion das Augenmerk verstärkt auf die berufliche Bildung lenken. „Wir haben im Landkreis aufgrund der guten konjunkturellen Lage einen enormen Bedarf an Fachkräften aus den klassischen dualen Berufsausbildungen“, so Landrat Sebastian Gruber. „Um unsere Betriebe auch langfristig leistungs- und konkurrenzfähig aufzustellen, wollen wir eine bessere Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft, Schulen und Politik anregen, um das Image der beruflichen Bildung wieder zu stärken die hohe Wertigkeit einer soliden Berufsausbildung wieder in das Bewusstsein der Menschen zu rufen.“

(Foto: Büro Gibis)

Insbesondere will die CSU-Fraktion um Landrat Sebastian Gruber und Fraktionssprecher Max Gibis dazu eine Initiative starten, um die Ausbildungsmöglichkeiten der kleinen und mittelständischen Betriebe, die oftmals familiengeführt sind, besser bekannt zu machen. „Dazu möchten wir diese kleinen und mittleren Betriebe, die alleine oftmals nicht die Möglichkeiten haben, ihre Ausbildungsplätze öffentlichkeitswirksam bekannt zu machen, dabei unterstützen, sich zu vernetzen und zusammen z.B. bei Ausbildungsmessen auftreten zu können“, erklärt Max Gibis.

Ein weiteres Augenmerk soll auf das Thema berufliche Praktikumsmöglichkeiten gelegt werden. „Ziel muss es sein, dass noch wesentlich mehr Praktikumsplätze angeboten werden, weil dadurch die Schülerinnen und Schüler die heimischen Ausbildungsberufe kennenlernen können. Auch die Betriebe haben die Möglichkeit, angehende Auszubildende kennen zu lernen“, sieht Landrat Gruber hier einen gegenseitigen Nutzen. Um diese Praktikumsplätze bekannt zu machen, aber auch generell für Stellenangebot oder allgemeine Informationen soll eine neue Berufsinformationsplattform unter Einbeziehung von Betrieben, Kammern und Schulen geschaffen werden, auf der auf digitalem Wege Angebot und Nachfrage zusammengeführt werden. „Wir müssen alle Akteure auf einer zentralen und bekannten, digitalen Plattform zusammenführen“, so Gruber weiter.

Außerdem wird der Landkreis Freyung-Grafenau in den nächsten Jahren massiv in seine Berufsschulstandorte investieren, um die Infrastruktur für ein funktionierendes System der beruflichen Bildung zu schaffen. „Mit der Generalsanierung der Berufsfachschule Waldkirchen mit einem Kostenvolumen von insgesamt ca. 40 Mio. € bekennt sich die CSU-Fraktion ganz klar zu den landkreiseigenen Berufsschulen“, so Fraktionssprecher Max Gibis. Neben dieser Investitionsmaßnahme sollen auch weitere Ausbildungsberufe nach Waldkirchen bzw. in die Außenstelle nach Grafenau/Schlag geholt werden. Voraussetzung dafür ist aber, dass die Zahl der Ausbildungsverträge in diesen Berufen in der Region wieder erhöht wird. Abschließend formuliert die CSU-Kreistagsfraktion noch zwei Forderungen an die Landespolitik, um die Berufsausbildung attraktiver zu machen. „Innerhalb Niederbayerns muss auf eine ausgewogene Verteilung der Berufsschulklassen geachtet werden. Der Berufsschulunterricht darf nicht ausschließlich in den Zentren stattfinden“, fordert die Kreistagsfraktion. „Zudem muss die Bayerische Staatsregierung wesentlich größere Anstrengungen unternehmen, um die klassische Berufsausbildung wieder mehr in den Fokus der Menschen zu rücken und attraktiver zu machen. Der Freistaat investiert jährlich Milliarden Euro in die akademische Bildung, dabei brauchen wir im gleichen Maße auch die berufliche Bildung.“