Zwei Drittel des Wanderungsüberschusses gegenüber dem Ausland entfallen auf Personen mit einer europäischen Staatsangehörigkeit – Wanderungsüberschüsse in allen sieben Regierungsbezirken zu verzeichnen

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik mitteilt, zogen im Jahr 2019 erneut deutlich mehr Personen nach Bayern als abwanderten. Der Saldo aus Zu- und Fortzügen betrug von Anfang Januar bis Ende Dezember 58 548 Personen. Damit lag der Wanderungsgewinn jedoch unter dem des Vorjahres, als noch 86 366 Personen mehr zu- als fortzogen. Den größten Teil des Wanderungsgewinns erzielte der Freistaat gegenüber dem Ausland mit einem Plus von 55 245 Personen. Aus dem restlichen Bundesgebiet sind im Jahr 2019 3 303 Personen mehr nach Bayern zu- als fortgezogen.

Die Wanderungsbilanz Bayerns wies im Jahr 2019 einen Überschuss von 58 548 Personen auf. Nach Meldung des Bayerischen Landesamts für Statistik ergab sich der Saldo des Jahres 2019 aus insgesamt 395 692 Zuzügen und 337 144 Fortzügen über die Grenzen des Freistaats. Innerhalb Bayerns kam es zu 382 433 übergemeindlichen Wanderungsbewegungen, was im Vergleich zum Vorjahr (2018: 377 036) ein Plus von knapp 5 400 innerbayerischen Umzügen darstellt.

Aus dem Ausland zogen im abgelaufenen Berichtsjahr 272 870 Personen nach Bayern, aus dem restlichen Bundesgebiet 122 822 Personen. Von den Fortziehenden verließen 217 625 Personen den Freistaat in Richtung Ausland, während 119 519 ins restliche Bundesgebiet zogen. Gegenüber dem Ausland erzielte Bayern im Jahr 2019 somit einen Wanderungsgewinn in Höhe von 55 245 Personen, gegenüber dem restlichen Bundesgebiet in Höhe von 3 303 Personen. Insgesamt lag der Wanderungsgewinn im Jahr 2019 knapp 28 000 Personen unter dem des Vorjahres, als noch 86 366 Personen (Ausland: +77 783, restliches Bundesgebiet: +8 583) mehr zu- als fortgezogen sind.

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik weiter mitteilt, entfielen 69 Prozent des Wanderungsüberschusses gegenüber dem Ausland auf Personen mit einer europäischen Staatsangehörigkeit (+37 892), darunter 29 Prozent mit einer EU-Staatsangehörigkeit (+15 793). Gut ein Fünftel (+11 706) des positiven Wanderungssaldos mit dem Ausland ist auf Personen mit einer asiatischen Staatsangehörigkeit zurückzuführen, knapp sechs Prozent (+3 154) auf Personen mit nord- oder südamerikanischer Staatsangehörigkeit und etwas über vier Prozent (+2 300) auf Personen mit einer afrikanischen Staatsangehörigkeit.

Betrachtet man einzelne Staaten, so gab es im Jahr 2019 die höchsten positiven Auslandswanderungssalden bei Rumänen (+9 651), gefolgt von Kroaten (+6 927), Personen aus Bosnien und Herzegowina (+5 403) sowie kosovarischen (+4 691), indischen (+4 309) und bulgarischen (+3 438) Staatsangehörigen. Bei türkischen Staatsangehörigen gab es 2019 einen Wanderungsüberschuss in Höhe von 2 192 Personen, bei Syrern in Höhe von 2 081 Personen.

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik weiter berichtet, konnte auf Regierungsbezirksebene Oberbayern mit einem Plus von 21 968 Personen den größten Wanderungsgewinn verbuchen. Es folgen Schwaben mit einem Plus von 12 773 Personen, Niederbayern mit 7 874 Personen und Mittelfranken mit 6 903 Personen. Auch die übrigen drei Regierungsbezirke wiesen im Berichtsjahr 2019 eine positive Wanderungsbilanz auf (Oberpfalz: +4 316, Unterfranken: +3 001, Oberfranken: +1 713).

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