Anstieg des Bruttoinlandsproduktes 2019 bei 0,5 Prozent

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) erhöhte sich in Bayern im Jahr 2019 nach Mitteilung des Bayerischen Landesamts für Statistik preisbereinigt um 0,5 Prozent. Im Vergleich zu 2018 hat sich das gesamtwirtschaftliche Wachstum damit, dem allgemeinen Trend folgend, deutlich verlangsamt. Es lag auch leicht unter der Wachstumsrate für Deutschland insgesamt. Die bayerische und die deutsche Volkswirtschaft gehen also bereits geschwächt in die Corona-Krise. In den Wirtschaftsbereichen nahm die Bruttowertschöpfung im Baugewerbe mit 3,5 Prozent und in den Dienstleistungsbereichen mit 1,9 Prozent überdurchschnittlich zu. Im Verarbeitenden Gewerbe gab es hingegen eine kräftige Rezession mit einem Rückgang der Bruttowertschöpfung um 3,7 Prozent.

Die bayerische Volkswirtschaft befand sich 2019 im zehnten Jahr in Folge auf Wachstumskurs, allerdings, wie auch schon im letzten Jahr, mit abgeschwächter Dynamik. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik meldet, erhöhte sich das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt in Bayern im Jahr 2019 um 0,5 Prozent. Nach wie vor kräftig wuchs allein die Bruttowertschöpfung im Baugewerbe mit 3,5 Prozent. Überdurchschnittlich war das Wirtschaftswachstum auch in den Dienstleistungsbereichen mit 1,9 Prozent. Im Verarbeitenden Gewerbe gab es hingegen mit einem Rückgang um 3,7 Prozent eine kräftige Rezession. Im Bereich „Land- und Forstwirtschaft, Fischerei“ sank die Bruttowertschöpfung um 0,7 Prozent.

In Deutschland insgesamt nahm das Bruttoinlandsprodukt 2019 real um 0,6 Prozent zu, stieg also etwas stärker als in Bayern. Die Entwicklung in den einzelnen Wirtschaftsbereichen war hier mit einem deutlichen Wachstum im Baugewerbe (+3,9 Prozent) und einem Einbruch im Verarbeitenden Gewerbe (-3,7 Prozent) ähnlich wie in Bayern. Allerdings ist das Verarbeitende Gewerbe in Deutschland gesamtwirtschaftlich von geringerer Bedeutung als in Bayern, sodass sich die dortige Rezession in Deutschland insgesamt etwas weniger stark auf die Gesamtwirtschaft auswirkt.

Das Wirtschaftswachstum lag in den neuen Bundesländern mit einer Zunahme von 0,6 Prozent höher als in den alten mit 0,4 Prozent (jeweils ohne Berlin betrachtet). Auch dies dürfte überwiegend mit dem in den neuen Bundesländern niedrigeren Anteil des Verarbeitenden Gewerbes zusammenhängen.


Hinweis:

Regionalisierte Zahlen stehen nicht zur Verfügung.

Bei den hier für das Jahr 2019 vorgelegten Länderergebnissen handelt es sich um eine erste, vorläufige Berechnung des Arbeitskreises „Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder“ (AK VGRdL), dem alle Statistischen Landesämter, das Statistische Bundesamt sowie der Deutsche Städtetag angehören.

Bei der Interpretation der Ergebnisse ist zu beachten, dass die den Berechnungen zugrunde liegende Datenbasis drei Monate nach dem Ende des Berichtszeitraums naturgemäß noch dünn ist, sodass zu späteren Rechenständen Änderungen an den Wachstumsraten und auch in der Reihenfolge der Bundesländer möglich sind. Ein Ranking der Bundesländer ist zu diesem Rechenstand daher stets unter Vorbehalt zu betrachten.

Weitere Informationen und Ergebnisse zu den Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen erhalten Sie auf der Homepage des AK VGRdL unter www.vgrdl.de. Dort erhalten Sie auch detaillierte Informationen zur Revision 2019 in den Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen.

Ausführliche Ergebnisse enthält auch der in Kalenderwoche 15 erscheinende Statistische Bericht „Bruttoinlandsprodukt in Bayern im Jahr 2019 (P1100C)“. Der Bericht kann im Internet unter www.statistik.bayern.de/statistik/gesamtrechnungen/vgr als Datei kostenlos heruntergeladen werden. Weitere Informationen zum Bezug von Druckausgaben erhalten Sie beim Vertrieb per E-Mail (vertrieb@statistik.bayern.de), Telefon (089 2119-3205) oder Fax (Fax-Nr. 089 2119-3457).

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