Das „Bayerische Bündnis für Toleranz – Demokratie und Menschenwürde schützen“ traf sich gestern im Passauer Rathaus zu einer Tagung. Landesbischof Dr. Heinrich Bedford-Strohm, Bischof Dr. Stefan Oster und Oberbürgermeister Jürgen Dupper tauschten sich im Rahmen einer Gesprächsrunde u.a. über die Flüchtlingssituation im vergangenen Jahr sowie über die aktuellen Herausforderungen aus.

Bewusst hatte man sich für Passau als Tagungsort entschieden. „Es war wunderbar zu beobachten, wie hier bei der Flüchtlingswelle des vergangenen Jahres alle zusammengeholfen haben. Die daraus resultierende empathische Kraft gilt es für die Zukunft zu bewahren“, so Dr. Bedford-Strohm, der als Sprecher des Bündnisses fungiert, dem mittlerweile 64 Organisationen aus Staat, Zivilgesellschaft und Religion angehören. Für Bischof Dr. Oster liegt ein anzustrebendes Ziel in der Einbindung von Muslimen: „Wir setzen auf Dialog, um einen Konsens auf einer möglichst breiten Basis zu erreichen.“

Oberbürgermeister Dupper: „Die zentrale Frage ist, wie wir die offene Art unseres Zusammenlebens unter Berücksichtigung des Sicherheitsbedürfnisses der Bürgerinnen und Bürger wahren können. Seit letztem Jahr haben wir die große zusätzliche Aufgabe der Integration von Flüchtlingen und Migranten zu bewältigen. Dabei ist es wichtig, dass sich die Kommune eng mit allen großen gesellschaftlichen Gruppierungen verzahnt. Integration funktioniert nach meinem Verständnis nur auf Basis des Grundgesetzes.“

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