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„Ein großer Beitrag für die Gesellschaft“

Diözesanwettbewerb der Malteser in Hutthurm

Hutthurm. Mit einem feierlichen Gottesdienst in der Hutthurmer Pfarrkirche, den Diözesanseelsorger Stadtpfarrer Johannes B. Trum und der Ruhestandsgeistliche Herbert Oberneder zelebrierten, begann der Diözesanwettbewerb der Malteser, in jedem Jahr die größte Veranstaltung der Hilfsorganisation.

Danach ging es in der Mittelschule an die Stationen, wo Kinder, Jugendliche und Erwachsene bei realistischen Notfallsituationen ihr Können und Wissen im Erste-Hilfe-Bereich unter Beweis stellten. An den Stationen, neun bei den Kindern und jeweils zehn bei Erwachsenen und der Jugend, wurde den Teilnehmern einiges abverlangt. So galt es etwa, einen Hausmeister zu versorgen, der einen Stromschlag erlitten hatte oder eine Kopfplatzwunde und eine Wirbelsäulenverletzung nach einem Treppensturz. In der Schulküche hatten sich mehrere Personen eine Vergiftung zugezogen und im Werkraum sich ein Schüler mit einem Bastelmesser in den Unterarm geschnitten. Diese und noch viel mehr andere Verletzungen galt es zu versorgen, außerdem gab es eine religiöse Station und einen Fragebogen. Die Verletztendarsteller kamen von den Gruppen Realistische Unfalldarstellung (RUD) aus Traunstein und Passau sowie von der Freiwilligen Feuerwehr Großthannensteig und der Mittelschule Hutthurm.

Der Wettbewerb ist viel mehr als „nur“ ein Test von Können und Wissen. Hier treffen sich jedes Jahr viele Mitglieder der großen Malteser Familie, die sich in den unterschiedlichsten Bereichen engagieren.
Schirmherr und Bürgermeister Hermann Baumann meinte: „Für uns ist es eine Freude, aber auch eine Ehre, dass dieser Wettbewerb in Hutthurm stattfindet. Seit über 40 Jahren ist die Maltesergruppe in Hutthurm aktiv. Der liebe Gott hat uns die Malteser geschickt. Bitte lasst nicht nach in Eurem Bemühen.“ Seinerzeit wurde in Hutthurm ein Katastrophenschutzgebäude errichtet, in dem jetzt unter anderem eine Rettungswache untergebracht ist. Außerdem gibt es eine Unterstützungsgruppe Rettungsdienst und eine Kindergruppe.
Landrat Franz Meyer, der sein Grußwort auch im Namen seines Freyunger Kollegen Sebastian Gruber und von MdL Dr. Gerhard Waschler sprach, nannte den Diözesanwettbewerb „großartig“ und wies auf die große Präsenz von Politikern hin. Am Vormittag waren schon die stellvertretenden Landräte aus Freyung-Grafenau Renate Cerny und Passau Raimund Kneidinger zum Wettbewerb bzw. Gottesdienst gekommen. „Wir wollen damit die Wertschätzung zum Ausdruck bringen gegenüber denen, die helfen. Wir wissen, was es bedeutet, wenn im Katastrophenfall die Malteser gerufen werden.“

Bild oben: Die Gruppe Fürholz, Sieger in der Erwachsenenwertung, versorgt eine Reinigungskraft, die sich in Gesicht und Mund mit Lauge verätzt, sowie eine weitere Frau, die sich die Hand verätzt hat. Foto: Krenn

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