Umsatzrückgang um 10,0 Prozent, Auftragseingänge mit 8,2 Prozent im Minus

Das Verarbeitende Gewerbe Bayerns musste im Juli 2020 gegenüber dem Vorjahresmonat ein Umsatzminus von 10,0 Prozent auf rund 28,5 Milliarden Euro verbuchen. Nach Feststellung des Bayerischen Landesamts für Statistik nahmen die Auslandsumsätze im selben Zeitraum um 12,1 Prozent auf 15,7 Milliarden Euro ab. Die Exportquote betrug 55,1 Prozent. Die Umsätze mit den Ländern der Eurozone gingen um 7,8 Prozent zurück. Ihr Anteil am Gesamtumsatz belief sich auf 19,4 Prozent.

Im Juli 2020 verzeichnete das Verarbeitende Gewerbe Bayerns, das auch den Bergbau und die Gewinnung von Steinen und Erden umfasst, bezogen auf den Berichtskreis „Betriebe mit 50 oder mehr Beschäftigten“, einen Umsatzrückgang von 10,0 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum. Nach ersten Anzeichen einer Erholung von den Auswirkungen der Corona-Krise im Vormonat (Juni: -4,2 Prozent; Mai: -34,1 Prozent; April: -34,7 Prozent) war damit im Juli keine weitere Entspannung erkennbar.

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik ergänzend mitteilt, entfielen im Juli 2020 von den 28,5 Milliarden Euro Gesamtumsatz 15,7 Milliarden Euro auf Umsätze mit dem Ausland (-12,1 Prozent) und darunter rund 5,5 Milliarden Euro auf Umsätze mit den Ländern der Eurozone (-7,8 Prozent). Die Anteile der Auslandsumsätze und der Umsätze mit den Eurozonenländern am Gesamtumsatz betrugen 55,1 bzw. 19,4 Prozent.

In den einzelnen Branchen des Verarbeitenden Gewerbes Bayerns entwickelten sich die Umsätze im Juli 2020 teilweise gegensätzlich. So konnten vor allem die „Hersteller von Holz-, Flecht-, Korb- und Korkwaren (ohne Möbel)“ (+5,5 Prozent) und der „Sonstige Fahrzeugbau“ (+4,8 Prozent) ihre Umsätze im Vergleich zum Vorjahresmonat steigern, während besonders die „Hersteller von Bekleidung“ (-31,5 Prozent) und die „Metallerzeugung und –bearbeitung“ (-25,4 Prozent) hohe Umsatzrückgänge
verbuchen mussten. In Bayerns bedeutendem Wirtschaftszweig „Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen“ betrug das Umsatzminus 5,2 Prozent (Juni: -12,6 Prozent; Mai: -57,6 Prozent; April: -62,0 Prozent).

Die Nachfrage nach Gütern des Verarbeitenden Gewerbes ging im Juli 2020 gegenüber dem Juli 2019 preisbereinigt um 8,2 Prozent zurück. Die Bestelleingänge aus dem Inland verringerten sich dabei um 11,7 Prozent, die aus dem Ausland um 6,3 Prozent.

Der Personalstand des Verarbeitenden Gewerbes lag Ende Juli 2020 mit 1,182 Millionen Beschäftigten um 2,6 Prozent unter dem Ergebnis des Vorjahresmonats.

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