Umsatzrückgang um 34,1 Prozent, Auftragseingänge brechen weiter ein

Das Verarbeitende Gewerbe Bayerns musste im Mai 2020 gegenüber dem Vorjahresmonat ein Umsatzminus von 34,1 Prozent auf rund 20,9 Milliarden Euro verzeichnen. Nach Feststellung des Bayerischen Landesamts für Statistik nahmen die Auslandsumsätze im selben Zeitraum um 39,3 Prozent auf 10,9 Milliarden Euro ab. Die Exportquote betrug 51,9 Prozent. Die Umsätze mit den Ländern der Eurozone fielen ebenfalls um 39,3 Prozent, ihr Anteil am Gesamtumsatz belief sich auf 18,4 Prozent.

Im Mai 2020 verzeichnete das Verarbeitende Gewerbe Bayerns, das auch den Bergbau und die Gewinnung von Steinen und Erden umfasst, bezogen auf den Berichtskreis „Betriebe mit 50 oder mehr Beschäftigten“, ein Umsatzminus von 34,1 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum. Nachdem bereits im April 2020 aufgrund der Corona-Pandemie ein heftiger Umsatzrückgang von 34,7 Prozent hingenommen werden musste, brachte der Mai keine nennenswerte Entspannung.

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik weiter mitteilt, entfielen im Mai 2020 von den 20,9 Milliarden Euro Gesamtumsatz 10,9 Milliarden Euro auf Umsätze mit dem Ausland (-39,3 Prozent) und darunter rund 3,8 Milliarden Euro auf Umsätze mit den Ländern der Eurozone (-39,3 Prozent).

Die Anteile der Auslandsumsätze und der Umsätze mit den Eurozonenländern am Gesamtumsatz betrugen 51,9 bzw. 18,4 Prozent und lagen damit wieder etwas über den entsprechenden Anteilen im April 2020 (49,0 bzw. 15,5 Prozent).

Auch im Mai 2020 trafen die Auswirkungen der Corona-Pandemie das Verarbeitende Gewerbe Bayerns branchenabhängig unterschiedlich stark. Während die Umsatzrückgänge bei den „Herstellern von Holz-, Flecht-, Korb- und Korkwaren (ohne Möbel)“ (-3,9 Prozent) und den „Herstellern von pharmazeutischen Erzeugnissen“ (-8,2 Prozent) verhältnismäßig gering ausfielen, verzeichnete vor allem Bayerns bedeutender Wirtschaftszweig
„Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen“ wiederum ein deutliches Umsatzminus (-57,6 Prozent) gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat. Allerdings war hier der Rückgang nicht mehr ganz so hoch wie noch im April 2020 (-62,0 Prozent).

Einen besonders heftigen Umsatzrückgang musste im Mai 2020 auch die Branche „Metallerzeugung und -bearbeitung“ hinnehmen (-35,7 Prozent).
Noch schlechter als im Vormonat entwickelte sich die Nachfrage nach Gütern des Verarbeitenden Gewerbes in Bayern. Diese ging im Mai 2020 gegenüber dem Mai 2019 preisbereinigt um 38,7 Prozent zurück (April 2020: -37,2 Prozent). Die Bestelleingänge aus dem Inland verringerten sich um 34,6 Prozent, die aus dem Ausland sogar um 40,9 Prozent.

Auf den Personalstand der bayerischen Industrie haben die Folgen der Corona-Pandemie bisher kaum spürbaren Einfluss. Dieser lag Ende Mai 2020 mit 1,189 Millionen Beschäftigten nur geringfügig unter dem Vorjahresergebnis (-1,8 Prozent).

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