Grüner bestärkt Rücktrittsforderung: Rukwied sollte gehen

Der Präsident des Deutschen Bauernverbands, Joachim Rukwied, will weiter für Monsanto arbeiten. In einem Brief an Rosi Steinberger, Mitglied im Bayerischen Landtag (Bündnis 90/Die Grünen) und Dirk Wildt, Vorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen Kreisverband Passau-Land, lehnt er eine Rücktrittsforderung ab.

Die Abgeordnete und der Kreisvorsitzende hatten den Präsidenten aufgefordert zurückzutreten, nachdem bekannt geworden war, dass Rukwied in seiner Funktion als Präsident des „Forums für moderne Landwirtschaft“ unter anderem die Interessen von BASF, Bayer, Dow, Du Pont, Monsanto und Syngenta vertreten muss. Allesamt Hersteller des Unkrautkillers Glyphosat. Das Herbizid steht im Verdacht Krebs auszulösen, die Böden unserer Bauern kaputt zu machen und in großem Ausmaß Insekten zu vernichten. Unter anderem lehnt Rukwied die Rücktrittsforderung ab, da er „als gewählter und ehrenamtlich tätiger Vorsitzender nicht die Interessen einzelner Mitglieder, sondern die satzungsgemäßen Ziele dieses Vereins vertrete.“ Mit Verein ist die Lobby-Organisation „Forum moderne Landwirtschaft“ gemeint. Weiter schreibt er, dass die „Interessen der Bauernfamilien“ gegenüber „vor- und nachgelagerten Wirtschaftsbereichen“ vertreten werden müssten.

Wildt bestärkt die Rücktrittsforderung: Wer die Interessen unser Bauern vertreten wolle, könne nicht gleichzeitig Präsident einer Lobby-Vereinigung sein, mit der die Agrar-Industrie ihren Einfluss nutzt. „Rukwied sollte gehen: Es schadet der Glaubwürdigkeit des Bauernverbands, einen Präsidenten zu haben, der ein Agent Monsantos ist.“