Für die Vielfalt bilden Johannesbad Hotels internationalen Nachwuchs aus – Mitarbeiter kommen aus 23 Ländern

  • Bürgermeister Tobias Kurz lobt vorbildlichen Umgang.
  • Vier der zehn neuen Azubis kommen aus Vietnam, einer aus dem Kongo.

Bad Füssing. Bad Füssing goes international: In den fünf Johannesbad Hotels arbeiten Menschen aus der ganzen Welt. 200 Beschäftigte vertreten 23 Nationalitäten. Seit dem Start des neuen Ausbildungsjahrs sind jetzt auch Mitarbeitende aus Vietnam und dem Kongo dabei. Ein Vietnamese macht seine Ausbildung zum Koch, drei Vietnamesinnen und ein Kongolese zur Hotelfachkraft. Tobias Kurz, Bürgermeister des niederbayerischen Heilbads, hat es sich nicht nehmen lassen, die Auszubildenden am Montag (12. Oktober) persönlich willkommen zu heißen: „Wir Niederbayern sind weltoffen und freuen uns über Gäste und Beschäftigte aus anderen Ländern. Fremde Kulturen bringen frischen Wind in unsere Tradition.“ Ralf Müller, Geschäftsführer des Johannesbad Hotels, erklärte: „Die Hotelbranche kennt keine Grenzen. Bei uns versteht es sich von selbst, dass man auch in anderen Ländern arbeitet und so Neues kennenlernt. Wir leben täglich die Integration.“ Unter den aktuell 20 Azubis der Johannesbad Hotels sind junge Menschen aus Italien, Brasilien, Nepal, Polen, Afghanistan, Eritrea, Russland, Sri Lanka, Marokko, Rumänien oder Spanien.

Auf in die weite Welt

Zum Arbeiten ins Ausland, dafür sind Gastronomie-, Hotellerie- und Tourismusbranche durch ihre weltweite Verbreitung wie auch ihre internationalen Zielgruppen prädestiniert. Und auch die Belegschaft zeichnet sich durch Multikulturalität aus, wie die Studie „Global hospitality talents – Hotelcareer recruiting insights: how to attract, recruit and retain a global workforce“ (vereinfacht übersetzt „Wie Fachkräfte global gewonnen und gebunden werden“) zeigt: 41 Prozent der rund 22.000 Befragten arbeiten in einem Team mit drei bis sechs verschiedenen Nationalitäten, jeder Vierte sogar mit Kollegen aus mehr als zehn unterschiedlichen Ländern, die Beschäftigten der Johannesbad Hotels kommen gar aus 23 verschiedenen Ländern. Der Studie zufolge sind 86 Prozent aller befragten Talente aus dem Gastgewerbe grundsätzlich bereit, einen Job jenseits der Heimat anzutreten.

Ein Vorbild für die ganze Branche

Um den Job bei den Johannesbad Hotels für Talente aus dem In- und Ausland besonders attraktiv zu machen, bietet das Unternehmen zahlreiche Maßnahmen an. „Kein Azubi unter 1.000 Euro!“ ist eine davon: Azubis in allen sieben Hotels der Johannesbad Gruppe in Bad Füssing und im österreichischen Bad Hofgastein erhalten seit diesem Jahr im September mindestens 1.000 Euro monatlich brutto – das entspricht 30 Prozent mehr. „Damit liegen wir weit über den tariflichen Ausbildungsvergütungen“, erklärt der Geschäftsführer der Johannesbad Hotels. Diese Aktion ist ein wichtiger Baustein im Gesamtkonzept der Johannesbad Hotels, die 2020 wieder als „Familienfreundlicher Arbeitgeber Deutschlands“ ausgezeichnet wurden. Die Personalpolitik des Familienunternehmens baut auf Benefits für alle Mitarbeiter, auch für die Azubis: Gesundheitsbox bei Krankheit, Nutzung der Sportstudios, Babypakete für den Nachwuchs, familienfreundliche Arbeitszeitmodelle. „Außerdem bieten wir kostenlose Sprachkurse, die unsere Mitarbeitenden in der Arbeitszeit absolvieren“, sagt Ralf Müller. „Wir wollen zu den besten Arbeitgebern zählen und als Vorbild für die Branche vorangehen.“

Thi Thanh Ha Vo und Thi Uyen Thanh Pham machen seit September in Bad Füssing ihre Ausbildung zur Hotelfachfrau. Sie stammen ursprünglich aus Vietnam. Die Online-Stellenanzeigen der Johannesbad Hotels haben sie auf den Job in Niederbayern aufmerksam gemacht. Bad Füssing? „Nein, davon habe ich vorher noch nichts gehört“, sagt Thi Thanh Ha. Thi Uyen Thanh ergänzt: „Bayern – ja, das war uns ein Begriff.“ Für die Ausbildung in den Johannesbad Hotels haben sie sich entschieden, weil sie gerne etwas von der Welt sehen und neue Kulturen kennenlernen möchten und weil es hier bessere Karrierechancen für sie gibt als in ihrem Heimatland. „Es freut uns, dass Fachkräfte aus der ganzen Welt sich für eine Ausbildung bei uns entscheiden“, sagt Ralf Müller und fügt an: „Das spricht für unser gutes Image.“

Seit einem knappen Monat sind sie in ihrer neuen Heimat und fühlen sich wohl, wie sie beide betonen. Sie loben die spannenden Aufgaben und das entspannte Arbeitsklima unter den Kolleginnen und Kollegen. Am meisten betonen die beiden die Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit der Kollegen, die ihnen trotz mancher Sprachbarrieren bei Fragen immer zur Seite stehen. „Nur, wenn jemand richtig Dialekt spricht, müssen wir schon mal nachhaken“, sagt Thi Uyen Thanh. Ralf Müller fügt lachend an: „Das geht mir als gebürtiger Münsteraner bis heute so.“ Der Geschäftsführer der Johannesbad Hotels, der seit drei Jahren im Landkreis Passau lebt, betont: „Wir setzen damit auch ein deutliches Zeichen gegen Rassismus und für Vielfalt“, sagt er. Tobias Kurz ergänzt: „Als Gemeinde freuen uns über die neuen Bürgerinnen und Bürger in Bad Füssing. Das macht unseren Kurort bunter!“

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