Energetische Gebäudesanierung leistet wesentlichen Beitrag zur Energiewende und sichert Arbeitsplätze

Röhrnbach/Berlin. Vier im IVH (Industrieverband Hartschaum) organisierte mittelständische Hersteller von Dämmstoffen sowie Vertreter des Fachverbandes WDVS, BuVEG – Die Gebäudehülle, FIW München, BDI-Initiative “Energieeffiziente Gebäude“ und der Industrieverband Hartschaum trafen sich am 24.01.2017 auf Einladung von MdB Dr. Anja Weisgerber (CSU) zu einem Fachgespräch im Deutschen Bundestag. Zusammen mit den Abgeordneten Bartholomäus Kalb (CSU) und Volkmar Vogel (CDU) sowie Vertretern der KfW-Bank und des Bundeswirtschaftsministeriums wurde diskutiert, wie durch die energetische Gebäudesanierung große Mengen an Energie und CO2 eingespart werden können, um die gesteckten Klimaschutzziele zu erreichen und damit die Energiewende nicht zu gefährden. Initiiert wurde das Gespräch von Karl Bachl.

Sanierung im Bestand als Schlüsselfaktor für die Energiewende
Der Baubestand spielt bei der Energiewende und beim Erreichen der Klimaziele eine entscheidende Rolle. Hier werden ca. 40 % der gesamten produzierten Energie verbraucht. Effizient gedämmte Fassaden und Dächer tragen maßgeblich dazu bei, diesen Energieverbrauch zu verringern. Während bei Neubauten durch rechtliche Vorgaben bereits große Einsparungen erreicht wurden, ist die Sanierung des Gebäudebestands das Sorgenkind der letzten Jahre. Dabei sei allen Beteiligten klar, dass die energetische Sanierung im Bestand ein ganz zentraler Punkt ist, um die Klimaschutzziele zu erreichen.

Bekenntnis zu steuerlichen Anreizen für energetische Sanierungsmaßnahmen
Die Teilnehmer des Fachgesprächs waren sich einig, dass steuerliche Anreize zur Steigerung der Sanierungsquote als Ergänzung zu den bestehenden KfW-Förderungen unerlässlich sind. Nur so ließ sich die für das Erreichen der Klimaschutzziele erforderliche jährliche Sanierungsquote von 2% des Gebäudebestands erreichen. Die anwesenden Abgeordneten unterstützen diese Forderung. Sie versicherten den Gesprächsteilnehmern ein Bekenntnis zum Klimaschutz sowie zur energieeffizienten Gebäudesanierung und engagieren sich weiterhin für die steuerliche Sonderabschreibung.

Verunsicherung bezüglich Dämmstoffen entgegentreten
Einigkeit herrschte in der Expertenrunde im Paul-Löbe-Haus des Deutschen Bundestages auch im Hinblick auf das Image von Dämmstoffen und WDVS in der Öffentlichkeit. Hier müsse der Verunsicherung der Verbraucher durch bessere Information entgegengetreten und bestehende Vorurteile ausgeräumt werden. Zwar wurde in den letzten Jahren bereits viel Aufklärungsarbeit von der Branche geleistet und einige kleine Erfolge erzielt, dennoch gibt es noch viel zu tun.

Handwerker qualifizieren und Förderprogramme vereinfachen
Um Fehler in der Anwendung von Dämmstoffen und WDVS zu vermeiden, betonten sowohl die Hersteller als auch die Vertreter der Politik und der KfW die Bedeutung von Schulungen für Handwerker und Verarbeiter. Nach den großflächigen Sanierungsmaßnahmen der letzten Jahrzehnte, so MdB Volkmar Vogel, stünden nun vielerorts die Sanierung von Ein- und Zweifamilienhäusern sowie kleineren Mietshäusern an. Dabei spielen auch gut verständliche Förderprogramme eine wichtige Rolle: Denn häufig ist der Handwerker vor Ort der direkte Ansprechpartner für den Hausbesitzer und kann diesen im Idealfall über Fördermöglichkeiten informieren.

Energetische Sanierung sichert Arbeitsplätze und Investitionen
Neben steuerlichen Anreizen für Sanierungsmaßnahmen forderte Karl Bachl Unterstützung der Politik auch im Hinblick auf die Arbeitsplätze, die seine Branche insbesondere in ländlichen Regionen sichere: “Die Hersteller von Dämmstoffen und WDVS sowie das Handwerk halten genügend Kapazitäten bereit, um zum Gelingen der Energiewende und zum Erreichen der Klimaschutzziele beitragen zu können,“ erläuterte der Unternehmer aus Niederbayern.

(Foto: Bachl)