Deggendorf. Die SPD-Bundestagsabgeordneten und Parlamentarischen Staatssekretäre Rita Hagl-Kehl und Florian Pronold haben in Deggendorf die im Rahmen der Petition „Eigenanteil bei stationärer Pflege begrenzen!“ gesammelte Unterschriften der AWO entgegengenommen.

Die AWO hatte im Februar die Petition „Eigenanteil bei stationärer Pflege begrenzen!“ beim Deutschen Bundestag eingebracht. Ziel der Petition sei Brigitte Döcker (Mitglied AWO-Bundesvorstand) zufolge, dass für die Leistungsbezieher der Pflegeversicherung ein gesetzlich definierten Höchstbetrag für die Eigenanteile gelten müsse. Zudem müssten die Pflegekosten bundeseinheitlich definiert und alle pflegebedingten Kosten aus den Mitteln der Pflegeversicherung finanziert werden. Die Pflegeversicherung müsse die Menschen absichern und auch den Angehörigen die notwendige finanzielle Sicherheit geben. Zu diesem Anlass überreichten der AWO-Kreisvorsitzender Bernhard Feuerecker, der Vorsitzende der Deggendorfer AWO Herbert Stadler und SPD-Stadtrat Kurt Kindel die bisher gesammelten Unterschriften. „Ich bin dankbar, dass unsere Aktion so viel Zuspruch findet, denn Pflege geht uns alle an“, so Bernhard Feuerecker. „Ich freue mich über die Initiative der AWO und ihren Einsatz für die Menschen“, merkte Rita Hagl-Kehl an. „Viele Menschen haben Angst, dass sie sich im Pflegefall verschulden müssen und hier ist der Sozialstaat gefordert“, erklärte Rita Hagl-Kehl weiter. Florian Pronold: „Es ist wichtig, durch angemessene Bezahlung und Verbesserung der Arbeitsbedingungen die qualitativ hohe Pflege zu sichern. Die finanzielle Belastung muss für pflegebedürftige Menschen und Angehörige von Anfang an verlässlich, klar kalkulierbar und bezahlbar sein.“