Ellen Ammann neu interpretiert

Passau. Die frauenbewegte Katholikin Ellen Ammann spielt für den Katholischen Deutschen Frauenbund (KDFB) eine herausragende Rolle. Schließlich geht auf sie die Gründung des KDFB-Landesverbandes zurück. Anlässlich des Ellen Ammann-Geburtstages im Juli haben sich bayernweit zahlreiche Frauen mit ihrem großen Vorbild beschäftigt.

Eigentlich war zum 150. Geburtstag von Ellen Ammann eine große Frauenwallfahrt mit Begegnungsfest in München geplant. Wegen der Corona-Pandemie musste darauf verzichtet werden. Aber trotzdem sollte auf besondere Weise an die KDFB-Gründerin erinnert werden. Deshalb hatte der Landesverband eine „Ellen Ammann Challenge“ gestartet. Kreative Frauen waren eingeladen, Bilder Ammanns neu zu interpretieren. Im Rahmen der Landesdelegiertenversammlung kürte die Jury, die aus der KDFB-Landesvorsitzenden Emilia Müller, der Ellen-Ammann-Beauftragten Dr. Elfriede Schießleder und der Ellen-Ammann-Biografin Adelheid Schmidt-Thomé bestand, fünf Siegerbilder. Das Besondere: Gleich zwei der Bilder kommen aus der Diözese Passau. Sie stammen von Petra Escherich aus dem KDFB-Zweigverein Passau-Heining und Christa Rott aus dem KDFB-Zweigverein Untergriesbach. „Ich habe mich sehr gefreut und ich bin auch sehr stolz darauf, dass Frauen aus unserem Diözesanverband so kreativ waren und prämiert wurden. Natürlich möchte ich auch im Namen des Diözesanverbandes herzlich zu dem Erfolg bei der Challenge gratulieren. Danke, dass Sie mit Ihren Werken zu uns gekommen sind“, sagte die Diözesanvorsitzende Bärbel Benkenstein-Matschiner bei einem Treffen mit den beiden Frauen. Bei der Betrachtung der beiden Siegerbilder wurde deutlich, dass sie kaum unterschiedlicher sein könnten. Petra Escherich hat in der Corona-Zeit ihre Leidenschaft für Mandalas entdeckt und sich bei ihrem Bild davon inspirieren lassen. Das Werk zeigt Ellen Ammann in kräftigen Farben, die die selbstbewusste Stärke der KDFB-Gründerin unterstreichen sollen. „Als ich von der Challenge gelesen habe, war für mich gleich klar, dass ich ihr auch einen bunten Schal umhängen will“, erzählte Escherich. Der bunte Schal sei ein Zeichen gegen rassistische Strömungen. Auffällig ist zudem, dass Escherich ihre Ellen Ammann mit einer weißen Blume und weißen Handschuhen geschmückt hat – genau die Accessoires, die die Verbundenheit mit der Aktion „Maria, schweige nicht“ demonstrieren. Das zweite Siegerbild aus der Diözese Passau geht in eine ganz andere Richtung – nämlich hoch hinaus. Künstlerin Christa Rott hat ihre Ellen Ammann gemeinsam mit ihrem Mann, den Kindern, dem Familienhund und dem Papagei in einen Heißluftballon gesetzt. Das Bild zeigt, wie Ammann in unsere Gegenwart reist, um gesunde und ehrliche Lebensmittel zu verteilen. Auf dem Ballon steht passend dazu der Slogan „Suche ehrliche Lebensmittel“. Beide Bilder kamen nicht nur bei der Jury gut an, sondern auch bei der KDFB-Diözesanvorsitzenden. Bärbel Benkenstein-Matschiner zeigte sich begeistert von den Werken der Frauen und übergab ihnen zum Dank für ihr Engagement eine ausführliche Biografie von Ellen Ammann.

×

(Anzeige)

 

×