Was Haushalte wissen müssen

Neues Jahr, neue Regeln – auch 2017 ändert sich für Energieverbraucher einiges. Johann Faltmeier, Experte der Energieberatung VerbraucherService Bayern im KDFB e.V. (VSB), erklärt, was für private Haushalte wichtig wird.

Strompreise

Die Ökostrom-Umlage wird 2017 angehoben, um 0,35 Cent auf 6,88 Cent pro Kilowattstunde. Auch die Netzentgelte werden deutlich steigen. Viele Anbieter werden daher die Strompreise anheben. Die Verbraucher sind nicht wehrlos: Johann Faltermeier rät, bei Preiseerhöhungen durch den Versorger einen Tarif- oder Anbieterwechsel zu prüfen. In diesem Fall gibt es nämlich immer ein Sonderkündigungsrecht. Hilfe beim Wechsel bietet die VSB-Energieberatung an.

Elektrogeräte

Ab September 2017 dürfen gemäß der EU-Ökodesignrichtlinie nur noch Staubsauger verkauft werden, die eine maximale Leistung unter 900 Watt haben – am EU-Label auch daran erkenntlich, dass der Jahresstromverbrauch unter Standardbedingungen maximal bei 43 Kilowattstunden liegen darf. Wichtig zu wissen: Wie Tests der Stiftung Warentest gezeigt haben, geht die Verringerung des Stromverbrauchs nicht zulasten der Saugkraft. Geschont wird also nur der Geldbeutel, nicht der Dreck.

Heizungsanlagen im Bestand

Schon seit 2016 gibt es eine eigene Energieeffizienz-Kennzeichnung für Heizungsgeräte im Bestand, das sogenannte “Nationale Effizienzlabel für Altgeräte“. Neu ist ab 2017, dass die Bezirksschornsteinfeger verpflichtet sind, alle noch nicht gekennzeichneten Geräte gestaffelt nach Baujahren zu etikettieren. Johann Faltermeier betont: “Das Nationale Label sagt nur etwas über den Gerätetyp, nicht über den tatsächlichen Zustand der spezifischen Anlage oder die Eignung für den aktuellen Einsatzort aus. Darüber gibt zum Beispiel der Heiz-Check der VSB-Energieberatung Aufschluss.“