Vilshofen wird der Standort der neu geschaffenen Fachstelle für Großraum- und Schwertransporte. Diese gute Nachricht hat der damalige Bauminister Hans Reichhart 2019 verkündet. Zwischenzeitlich hat das Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr entschieden, dass auch die Landesbaudirektion Bayern dort einziehen wird. Jetzt steht fest, wo die neue Fachstelle untergebracht wird: Der Freistaat Bayern hat das ehemalige Landratsamt in Vilshofen erworben, das aktuell als Wohnanlage des Berufsschulverbands Vilshofen genutzt wird

„Es freut mich sehr, dass mit dem Freistaat Bayern ein guter Käufer gefunden wurde, der das historische Gebäude nutzen wird“, sagte MdL Walter Taubeneder, der Vorsitzende des Berufsschulverbands Passau, dem das Gebäude bisher gehörte, bei einem Treffen mit Leitendem Baudirektor Robert Wufka, dem Leiter des Staatlichen Bauamts Passau. Aus dem Bauamt stammt ein Teil des Personals, das in das neue Gebäude einziehen wird.

2015 war im Rahmen der Heimatstrategie die Entscheidung getroffen worden, einen neuen Standort der Staatsbauverwaltung in Vilshofen aufzubauen. Bei der Suche nach einem geeigneten Gebäude unter Verzicht auf einen Neubau war man sehr bald auf das frühere Landratsamtsgebäude gestoßen.

Die Fachstelle für Großraum- und Schwertransporte macht den Anfang. „Bisher müssen Genehmigungen für Schwertransporte über die jeweils zuständigen Bauämter beantragt werden. Dies soll nun vereinfacht und zentral koordiniert werden, was die Arbeit erleichtert und die Bearbeitungszeiträume verkürzt“, erklärte Robert Wufka. Derzeit ist die bereits gegründete Fachstelle noch provisorisch in der Servicestelle Deggendorf des Staatlichen Bauamts Passau angesiedelt. Ihr sollen weitere Zentralstellen zum Beispiel für Naturschutz und Erhaltungsmanagement folgen.

Das ehemalige Landratsamt in Vilshofen ist ideal für die neue Nutzung geeignet, zeigte sich MdL Walter Taubeneder überzeugt. Aktuell wird das Gebäude vom Berufsschulverband Vilshofen als Wohnheim für die Schülerinnen der Fachakademie für Ernährung und Versorgung genutzt. Bis zum Ende des Schuljahres 2020/2021 bleibt das auch so. Dann wird das Gebäude geräumt. Was passiert mit den Schülern? „In 200 Metern Entfernung befindet sich unser Glasinternat. Das werden wir erweitern und modernisieren und dann sind die Schüler dort unter einem Dach“, erklärt Taubeneder das weitere Vorgehen des Berufsschulverbands Passau. Die jetzige Entwicklung ist ein Glücksfall, sagt Taubeneder: „Wir können die beiden Internate zusammenfassen, sparen uns Personalkosten und Gebäudeunterhalt.“

Auch Robert Wufka ist froh, dass es mit dem Kauf der Immobilie an der Jahnallee 1 geklappt hat: „Der Standort ist ideal und auch Parkplätze für die Mitarbeiter sind vorhanden.“ Sobald das Gebäude geräumt ist, wird mit dem Umbau begonnen. 50 neue Arbeitsplätze werden langfristig geschaffen, für die Instandsetzung sind Investitionen von rund 3 Millionen Euro vorgesehen. Die Landesbaudirektion wird mit bis zu 35 Mitarbeitern vertreten sein. Sobald das Staatliche Bauamt Passau den Planungsauftrag erhalten hat, beginnt die Projektplanung.

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