Aula und Turnhalle gesegnet – 2,6 Millionen Euro investiert

(von Josef Heisl)

Hutthurm  In wohl kleinstmöglichem Rahmen wurden die neu errichtete Turnhalle und die umgestaltete Aula in der Prager Grundschule eröffnet. Sie erhielten den kirchlichen Segen und stehen nun der Grundschule und Ortsgemeinschaften wie dem Sportverein Prag zur Verfügung. Bürgermeister Christian Grünberger dankte allen am Bau beteiligten für das entgegengebrachte Vertrauen, die Termintreue und auch dafür, dass der Bau im gesteckten finanziellen Rahmen blieb.

Grünberger begrüßte in dem kleinen Kreis die beiden Geistlichen, den katholischen Pfarrer Wolfgang Keller und seinen evangelischen Kollegen Jakob Trapp, Vizelandrätin Roswitha Toso, Architekt Alfons Döringer, die Rektorin Martina Müller, den Leiter des Bauamtes Michael Kohlhofer sowie die Fraktionsführer im Gemeinderat Andreas Gastinger (CSU) und Thomas Fischl (SPD) sowie Marktrat Max Rosenberger (SPD). Es sei ein erfreulicher Anlass dieses Produkt naturnahen Bauens heute seiner Bestimmung zu übergeben, meinte das Gemeindeoberhaupt. Nach dem Spatenstich im Mai 2019, den er noch als Marktrat erlebt habe, seien zügig gearbeitet und 2,6 Millionen Euro investiert worden. Jetzt könne er als Bürgermeister das Bauwerk, das mit rund 900 000 Euro vom Bund gefördert worden sei, mit Fug und Recht als nachhaltig mit Vorbildcharakter bezeichnen.  Aula und Halle seien nicht nur für die Schule gedacht, sondern auch für das Dorfleben und die Ortsvereine. 

Im Geräteraum zeigte sich, was alles zur Unterstützung des Sports beschafft wurde (Foto: Heisl)

Zum Gratulieren war Vizelandrätin Roswitha Toso gekommen. Hier sei viel Geld investiert worden, stelle sie fest, doch dies sei in jedem Fall gut angelegt. Zeitgemäß sei die Halle und nachhaltig was die Baustoffe anbelangt. Der Sport fördere die Persönlichkeit, stellte Toso fest. Die Halle sei auch für das gesellschaftliche und kulturelle Miteinander von großer Bedeutung, deshalb sei diese Sporthalle so wichtig für den Gemeindeteil Prag.  Den Nutzen für die Schule stellte Rektorin Martina Müller heraus. Sie bedauerte, dass angesichts der Corona-Lage keine Kinder teilnehmen konnten, lobte aber die hervorragende Zusammenarbeit von Schule, Gemeinde sowie den Architekten und Bauleitern.

Die Einzelheiten des Bauwerks stellte anschließend Architekt  Alfons Döringer vom Büro Koeberl-Doeringer vor. Man habe sich für diesen modernen Holzbau entschieden, weil das nachhaltig sei und eine vorzügliche CO 2-Bilanz bringe. Holz sei das beste Material für einen geringen Energiebedarf bei den Unterhaltskosten und zudem ein einheimischer Baustoff, erklärte der Architekt.  Außen gebe es eine Holzfassade, die Innenverkleidung sei aus Tannenholz. Diese Kleinturnhalle sei innen so gestaltet worden, dass sie den Charakter eines Bürgersaals habe, der von der Größe her zu einer Ortschaft wie Prag passe. Das Tragwerk ermögliche einen trägerfreien Innenraum. Durch die anschließende Aula könne bei Veranstaltungen das Catering auch dort bewirten.  Die Art der Halle fördere das Miteinander im Ort. Döringer betonte auch, dass fast ausschließlich regionale Firmen beschäftigt worden seien. Gemeinsam habe man mit großem gegenseitigem Vertrauen das Werk geschaffen.

Pfarrer Wolfgang Keller (re.) und sein Kollege Jakob Trapp bei der Segnung der Aula, li. Vizelandrätin Roswitha Toso (Foto: Heisl)

Das Technische ergänzte Bauamtsleiter Michael Kohlhofer, der auf den Sicherheitsgewinn und vor allem den Brandschutz verwies. Es sei noch manches über das ursprünglich geplante investiert worden, so der Bauamtsleiter. Die Halle sei auch rund herum etwas größer als eine Einfachhalle, was nicht gefördert werde. Es seien eine neue Bühne, ein Schutzbelag und manches mehr beschafft worden. Wenn der Außenbereich im Pausenhof wieder fertig sei, würden auch die Spielgeräte wieder aufgestellt, sagte Kohlhofer zu. 

Die wunderbar gestalteten Räume lobten auch die beiden Pfarrer, die die kirchliche Segnung vornahmen. Wolfgang Keller bemerkte, dass Kleinkinder einen Raum erst erleben müssen um ihn zu verstehen. In dieser Zeit der Corona-Pandemie höre er immer wieder: „Mia Pack mas dahoam nimmer, wir müssen raus“, berichtete Pfarrer Jakob Trapp. Sowohl der gemeinsame Sport als auch der Einzelsport fördern Gemeinschaft, Persönlichkeit, Kameradschaft und den Umgang mit Anderen. Zu dieser Gemeinschaft gehöre auch das gemeinsame Feiern. Die Geistlichen riefen den Segen auf das Gebäude und seine Nutzer herab, wünschten Gesundheit und die Fähigkeit, gute Kameraden zu sein.

Die neuen Räume werden unter anderem von der Grundschule, dem Sportverein Prag, der jungen Gruppe des Gartenbauvereins Hutthurm, der „d’Wirtshausmusi“ als Probenraum, den Ju-Jutsu Tigers, als Wahllokal und für Christbaumversteigerungen genutzt werden, weil es ja in Prag kein Gasthaus mehr gibt. Jetzt bleibt nur zu hoffen, dass die Corona-Pandemie bald überwunden wird und wieder normales Vereinsleben einkehrt.

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