Pünktlich zum meteorologischen Frühlingsanfang am Freitag hat auch auf den Straßen der Frühling Einzug gehalten. Die Mitarbeiter der Straßenmeistereien des Staatlichen Bauamts Passau sowie beauftragte Fuhrunternehmen haben in den vergangenen Tagen und Wochen damit begonnen, die Schäden des Schneebruchs entlang der Bundes- und Staatsstraßen zu beseitigen und die Gehölze entlang der Bundes- und Staatsstraßen zurückzuschneiden.

Schadhafte, kurzlebige und zu eng stehende Bäume an den Böschungen wurden gefällt. Sträucher und Gehölze werden „auf Stock gesetzt“: Das bedeutet, sie werden bis knapp über den Boden zurückgeschnitten. Was direkt nach den Pflegemaßnahmen zunächst kahl und abgeholzt aussieht, ist eine bewährte Methode: Denn so treiben die Gehölze im Frühjahr gleich wieder kräftig aus. Alle zehn bis 15 Jahre ist so eine größere Pflegemaßnahme erforderlich, um verkehrssichere und geschlossene Gehölzbestände zu erhalten.

Damit den Tieren, die in den Böschungsgehölzen ihre Heimat haben, noch genügend Rückzugsmöglichkeiten bleiben, werden immer nur kurze Abschnitte zugeschnitten. Zudem werden die Pflegearbeiten außerhalb der Vogelbrutzeit erledigt – von 1. Oktober bis Ende Februar.

Doch nicht überall im Einzugsgebiet des Staatlichen Bauamts waren die Pflegemaßnahmen in diesem Zeitraum schon komplett möglich: In den Höhenzügen des Bayerischen Waldes liegt noch Schnee. Wegen des Schneebruchs Anfang Januar sind außerdem weitere Baumfällarbeiten erforderlich:  Der nasse, schwere Schnee hatte besonders in den Landkreisen Freyung-Grafenau, Deggendorf, Regen und Teilen von Straubing-Bogen, aber auch im Bereich Hauzenberg den Bäumen entlang der Straßen zu schaffen gemacht. Umgestürzte Bäume und am Straßenrand liegende Äste müssen dort, wenn der Schnee endlich weg ist, beseitigt werden. Zudem haben herabgefallene Äste und Bäume Leitplanken und Beschilderung beschädigt, die jetzt wieder instand gesetzt werden müssen.

Entlang der B 85 im Stadtgebiet Passau waren diese Woche Mitarbeiter der Straßenmeisterei Passau/Vilshofen im Einsatz (Foto: Staatliches Bauamt Passau)

Der Verbrauch an Streusalz hat sich im Januar 2019 im Vergleich zum Vorjahresmonat verdoppelt: 16.476 Tonnen Streusalz mussten im Januar 2019 im Einzugsgebiet der neun Straßenmeistereien in den Landkreisen Passau, Freyung-Grafenau, Deggendorf, Regen, Straubing-Bogen und Rottal-Inn ausgebracht werden. Im Januar 2018 war es mit  8.158 Tonnen etwa die halbe Menge.

Den höchsten Verbrauch an Streusalz vermelden die Straßenmeistereien Viechtach/Zwiesel sowie Freyung/Hauzenberg: 4.800 Tonnen Salz wurden allein im Januar auf den Bundes-, Staats- und Kreisstraßen im Landkreis Regen verbraucht. Davon wurden knapp 1,2 Millionen Liter in Form von Sole auf den Straßen verteilt. Sole, also ein Salz-Wasser-Gemisch, lässt sich gezielter einsetzen als reines Streusalz, was den Verbrauch senkt. Bei Temperaturen unter -5 Grad ist allerdings trotzdem Salzeinsatz erforderlich.

Im Einzugsgebiet der Straßenmeistereien Freyung und Hauzenberg wurden im Januar 2019 4.572 Tonnen Streusalz ausgebracht, davon 823.462 Liter Sole. Auch bei den Straßenmeistereien Deggendorf/Straubing hat sich der Verbrauch an Streusalz im Vergleich zum Januar 2018 verdoppelt: 2.824 Tonnen Salz wurden auf den Straßen in den Landkreisen Deggendorf und Straubing-Bogen ausgebracht, davon 953.495 Liter Sole – im Januar 2018 beliefen sich die Zahlen auf 1.381 Tonnen Salz. Ein deutlicher Anstieg ist auch bei den Straßenmeistereien Passau/Vilshofen und Pfarrkirchen zu verzeichnen: In Passau/Vilshofen stieg die Menge von verbrauchtem Streusalz von 925 Tonnen auf 2.306 Tonnen, im Landkreis Rottal-Inn von 874 Tonnen (2018) auf 1.937 Tonnen.