Thurmansbang. Die Suche nach einem potenziellen Atommüllendlager bewegt Deutschland seit Jahrzehnten. Jede mindestens hundert Meter dicke Schicht mit homogenen Gestein aus Ton, Salz oder Granit kam in Frage. So kam man bereits im Jahr 1995 bei einer Erkundung auch auf die Granitgesteinsformation zwischen Thurmansbang und Saldenburg. Deshalb wurde bereits 1996 in Thurmansbang die ‚Bürgerinitiative gegen ein Atommüllendlager‘ im Saldenburger Granit gegründet. Derzeit hat diese Initiative ca. 150 Einzelmitglieder sowie Vereine, Gemeinden und der Landkreis Freyung-Grafenau – die Mitgliederzahlen steigen.

Der Thurmansbanger Bürgermeister Martin Behringer ist Vorsitzender der Bürgerinitiative. Er ist davon überzeugt, dass der Bayerwald-Granit viel zu verklüftet sei für ein Atommüllendlager. Im Gespräch mit ihm und seinem Saldenburger Amtskollegen Max König beleuchten beide den Hintergrund dazu sehr detailliert.

Bereits 2007 hatte die Bundesanstalt für Geowissenschaften die Eignung von Granit für die Endlagerung hochradioaktiven Materials verneint. „Der Granit im Bayerischen Wald ist zerklüftet mit Trennflächen und beweglichen Spalten. Er ist, daraus resultierend, in Teilen undicht. Damit hat er gegenüber Salz- und Tonvorkommen die schlechtere Schutzwirkung“ – soweit die Schlussfolgerung der damaligen Studie.

Nun legte im September dieses Jahres die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) ihren Zwischenbericht vor. Dieser Bericht weist plötzlich 90 Teilgebiete mit rund 194000 Quadratkilometer aus, die für einen Standort in Frage kommen könnten. Bis 2023 soll die überörtliche Erkundung abgeschlossen sein und zwei bis drei Standorte in die engere Auswahl kommen. Bis 2031 soll dann die unterirdische Erkundung fertig sein und der Standort feststehen. Bis 2050 soll das Endlager dann fertig erstellt sein.


Die ganze Story zum Nachlesen unter diesem (PDF-) Link; ‚Die Neue Woche‘, Ausgabe KW43/20.

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