Lkr. Freyung-Grafenau. In einem Bienenstand in der Gemarkung Bärnstein/OT Voitschlag (Stadt Grafenau) wurde die Amerikanische Faulbrut amtlich festgestellt. Es handelt sich um eine anzeigepflichtige Tierseuche. Ein Sperrbezirk mit 3 km Radius wurde errichtet.

Die Amerikanische Faulbrut ist eine Brutkrankheit der Bienen, die durch das sporenbildende Bakterium Paenibacillus larvae verursacht wird. Nur junge Larven sind für die Infektion empfänglich, erwachsene Bienen erkranken nicht. Die Infektion einer einzelnen Larve kann schnell auf die gesamte Brut eines Bienenvolks übergreifen. Das Bienenvolk kann nicht schnell genug neue Arbeitsbienen aufziehen, was zu einer Schwächung und unter Umständen zum Absterben des Volkes führt. Die Schutzmaßnahmen zielen auf die Isolierung und Tilgung des Ausbruchs hin. Das Verbringen von Bienenvölkern und Materialien für die Bienenhaltung in und aus diesem Bezirk ist verboten; alle Bienenvölker werden untersucht. Die Sporen des Bakteriums sind in der Umwelt sehr widerstandsfähig. Sie werden v. a. über räubernde Bienen, kontaminierte Waben und Bienenwohnungen sowie über Honig und Futter verbreitet. Deshalb müssen gemäß § 6 Bienenseuchenverordnung von Bienen nicht mehr besetze Bienenkästen sowie Waben und Bienenprodukte stets bienendicht verschlossen gehalten werden. Außerdem soll verstärkt auf eine gute Hygiene am Bienenstand geachtet werden. Das Veterinäramt bittet alle Bienenhalter, ihre Haltung gemäß § 1 a Bienenseuchenverordnung beim Veterinäramt anzuzeigen. Außerdem soll verstärkt auf Symptome der Amerikanischen Faulbrut geachtet werden. Im Zweifelsfall können Sie sich auch an Ihren zuständigen Bienensachverständigen wenden.

Das Veterinäramt Freyung steht Ihnen unter Tel.-Nr. 08551 57-380 für Rückfragen zu Verfügung.

Hinweis: die Amerikanische Faulbrut ist für den Menschen nicht gefährlich; Honig kann bedenkenlos verzehrt werden. Verbraucher sollten leere Honiggläser nicht ungereinigt entsorgen, da sehr viele Importhonige hochgradig mit Sporen belastet sind.

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