Von der richtigen Schultüte bis hin zu den wichtigsten Tipps für den Schulanfang – damit der Start in den Schulalltag so leicht wie möglich fällt

Heute fällt es bestimmt vielen auf; morgens ist plötzlich wieder mehr Verkehr, viele Kinder und Jugendliche laufen schnell zu den Bushaltestellen, aufgeregte Eltern schwirren mit ihren Schützlingen im ganzen Schulbezirk umher: das neue Schuljahr beginnt wieder.

Für Einige ist es ein längst gewohntes Spiel, doch Andere erleben all dies zum ersten Mal. Die Einschulung ist weder für Kinder, noch für Eltern leicht. der Großeinkauf beim Schreibwarenhändler des Vertrauens, die Hektik am Morgen des lang ersehnten Tages, der Abschied an der Tür des Klassenzimmers.

Die Schultüte

Doch noch etwas ist schon seit Jahrzehnten ein essenzieller Bestandteil des ersten Schultags: die Schultüte. Ob gekauft oder selbst gemacht, ob bunt oder doch eher schlicht, jeder der Erstklässler trug sie stolz den ganzen Tag umher. Das, was den Kleinen jedoch meist am wichtigsten ist, ist nicht das Aussehen der großen Papiertüten, sondern der Inhalt. Hier hat sich über die Jahre hinweg einiges getan. Früher waren es Obst, Nüsse und ein paar Naschereien, das ein oder andere Gebäck vom Konditor oder andere Kleinigkeiten, die den Kindern den Tag noch etwas schöner machten, weshalb sie früher auch einfach „Zuckertüte“ genannt wurden.

Da darf die Schultüte natürlich nicht fehlen (Foto: Adobe Stock)

Im Laufe der Zeit ging der Trend allerdings immer mehr zu materiellen Geschenken. Einige bekamen Stifte, Radiergummis und andere für die Schule nützlichen Dinge, ab und zu noch ein kleines Plüschtier als Unterstützer für den neuen Lebensabschnitt. Andere hingegen bekamen weit teurere Präsente: Glitzernder Schmuck, teure Spielzeuge und noch viele andere Markenprodukte.

Rund 60 Euro geben die Deutschen für eine Schultüte samt Inhalt aus, was nicht wenig Geld ist, wenn man bedenkt, dass es sich hier nur um eine Kleinigkeit zum Schuleinstieg handeln soll. Dabei gibt es an einem solchen Tag so viele andere Dinge, auf die man sich konzentrieren sollte, wie die aufregenden neuen Dinge, die die Kinder lernen werden, die neuen Freunde, die sie finden können oder der große Schritt in Richtung Selbstständigkeit, den sie nun antreten.

Zurück in die Vergangenheit: im Jahr 1953 sahen Klassenzimmer noch so aus. Trotz einfacher Bedingungen hatten die Schülerinnen und Schüler nicht weniger Spaß in der Schule (Foto: Privat)

Ist der erste Schultag geschafft, warten in der Folgezeit weitere Herausforderungen, die es zu bewältigen gilt. Mit den richtigen Tipps kann man es sich aber zumindest etwas einfacher machen.

  1. Den Schulweg genau kennen: achten Sie darauf, dass ihr Kind den Schulweg genau kennt. Versuchen Sie, auf „Eltern-Taxis“ zu verzichten, um die Umwelt zu schützen und die Selbstständigkeit der Kleinen zu verbessern. Zur besseren Sichtbarkeit im Straßenverkehr können Schulranzen in auffälligen Farben gekauft und mit Reflektoren versehen werden.
  2. Routinen etablieren: durch routinierte Abläufe morgens, wie ein rechtzeitiges Wecken, ein gemeinsames Frühstück und die Vorbereitung des Pausenbrotes und abends die gemeinsame Überprüfung der Hausaufgaben und das Packen und Aufräumen des Schulranzens, nehmen Ihnen einigen Stress.
  3. Reden Sie mit Ihren Kindern und auch den Lehrern: Ihre Kinder haben viele neue Eindrücke zu verarbeiten, vielleicht brauchen sie Ihre Hilfe in unbekannten Situationen. Die Lehrer können Sie auf dem Laufenden halten, wenn es um die Fortschritte und eventuelle Probleme Ihrer Liebsten geht.
  4. Trauen Sie Ihren Kindern etwas zu: es ist anfangs nicht leicht, die Kleinen in die große weite Welt zu schicken, aber vertrauen Sie darauf, dass Sie gut genug darauf vorbereitet haben und halten Sie sie nicht davon ab, neue Erfahrungen zu machen.

Im Zweifelsfall sollten Sie jedoch einfach auf Ihr Bauchgefühl hören und auch mal daran zurückdenken, wie Ihr eigener Schulanfang war. Die Redaktion wünscht jedem Schulkind eine schöne, unvergessliche und unbeschwerte Schulzeit!