„Corona-Krise“ wird sich in den Statistiken widerspiegeln – Konjunktur- und Finanzstatistiken im Blickpunkt

Die Ausbreitung des Corona-Virus hat auch Auswirkungen auf die Arbeit des Bayerischen Landesamts für Statistik. Aktuelle Konjunkturdaten sind eine wichtige Entscheidungsgrundlage für Politik und Verwaltung. Aber auch langfristig wird sich die Krise in den verschiedenen Statistiken widerspiegeln. Das Landesamt hat zusammen mit den statistischen Ämtern des Bundes und der Länder Prioritäten vereinbart, um landes- und bundesweit die aktuellen Entwicklungen in den einzelnen Wirtschaftszweigen und bei den Finanzstatistiken abzubilden.

Das Bayerische Landesamt für Statistik will trotz den mit der aktuellen Krise verbundenen Schwierigkeiten die Ergebnisse der erfassten Statistiken termingerecht veröffentlichen.
Besondere Bedeutung haben dabei Konjunkturdaten, die die wirtschaftlichen und sozialen Folgen der gegenwärtigen Corona-Pandemie möglichst frühzeitig zeigen können. Das Landesamt bittet in diesem Zusammenhang alle Auskunftspflichtigen um ihre Mitarbeit auch in der derzeitigen Ausnahmesituation. Zeitnahe Datenlieferungen sind wichtig,
um die aktuelle Lage der Wirtschaft zu beurteilen. Die herkömmlichen Schätzverfahren können aufgrund der derzeitigen Sondersituation keine belastbaren Ergebnisse liefern, weil sie auf Erkenntnisse der Vergangenheit abstellen müssten.

Die Corona-Krise und die damit verbundenen Einschränkungen werden sich in zahlreichen Statistiken widerspiegeln. Zu nennen sind hier einerseits die monatlichen Statistiken wie beispielsweise die Produktionserhebung im Verarbeitenden Gewerbe oder die Statistiken
im Hotel- und Gastgewerbe, andererseits werden die Folgen aber auch in Statistiken und Berechnungen mit größerer Periodizität eingehen wie beispielsweise das Bruttoinlandsprodukt (BIP) oder die Finanz- und Steuerstatistiken.

In den kommenden Tagen bzw. Wochen ist unter anderem mit folgenden Ergebnissen zu rechnen:

30.03.: Verbraucherpreisindex (März)
– 07.04.: Monatserhebung im Tourismus (Februar)
– 08.04.: Monatsbericht für Betriebe im Verarbeitenden Gewerbe (Februar)
– 14.04.: Monatsstatistik im Gastgewerbe (Februar)
– 15.04.: Monatliche Produktionserhebung im Verarbeitenden Gewerbe (Februar)
– 15.04.: Monatsbericht im Bauhauptgewerbe (Februar)
– Mitte April: Außenhandelsstatistik (Februar)
– 22.04.: Monatsstatistik im Einzelhandel (März)

Ergebnisse zu mittel- und längerfristigen Erhebungen und Berechnungen sind voraussichtlich ab Juni zu erwarten, unter anderem:

– Anfang Juni: Konjunkturstatistik im Dienstleistungsbereich (1. Quartal)
– 17.06.: Vierteljährliche Verdiensterhebung (1. Quartal)
– 25.06.: Erwerbstätigenrechnung (1. Quartal)
– 30.06.: Vierteljährliche Kassenergebnisse der kommunalen Kernhaushalte (1. Quartal)
– 24.09.: BIP (1. Halbjahr)

Im Internetangebot des Landesamts wurden alle Pressemitteilungen gebündelt, die Er-gebnisse beinhalten, die durch die Corona-Krise beeinflusst sein könnten. Ebenso ist ein Zeitplan hinterlegt, wann mit entsprechenden Pressemitteilungen zu rechnen sein wird. Diese Übersicht, die ständig aktualisiert wird, ist unter folgendem Link zu finden: www.statistik.bayern.de/presse/mitteilungen

Gleichzeitig bereitet sich das Bayerische Landesamt für Statistik auch intensiv auf mög-licherweise weitergehende Maßnahmen vor. Priorität haben die termingerechte Erstellung konjunktureller Statistiken, des Verbraucherpreisindex sowie die zur Erfassung des BIP und der Finanzstatistiken notwendige Erhebungen.

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