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Sonntag, März 29, 2026

Spitze Zungen, volle Reihen: Starkbierfest in Freyung begeistert mit Fastenpredigt und Singspiel

Lesestoff

Rund 400 Gäste feiern bei der Premiere im Kurhaus einen Abend voller Humor, Musik und politischer Seitenhiebe

Wenn in Freyung Starkbierfest gefeiert wird, dann ist eines garantiert: beste Unterhaltung. Auch 2026 wurde das traditionsreiche Spektakel seinem Ruf gerecht. Bereits die Premiere lockte rund 400 Besucher ins Kurhaus – und die bekamen einen Abend geboten, der von der ersten Minute an für Begeisterung sorgte.

Ulli Dittlmann, Max Pauli, die Wolfsteinbeißer sowie das gesamte Organisationsteam stellten erneut unter Beweis, dass das Starkbierfest zu den kulturellen Höhepunkten im Veranstaltungskalender der Stadt gehört. Blasmusik, Starkbier, Fastenpredigt und Singspiel – die Mischung stimmte, das Publikum dankte es mit viel Applaus.

Für den musikalischen Rahmen sorgte die Blaskapelle Hinterschmiding unter der Leitung von Michael Schwarz, die den Abend gewohnt schwungvoll begleitete.

Prominente Gäste und viel Lob für die Organisatoren

Unter den Gästen befanden sich zahlreiche Vertreter aus Politik und Öffentlichkeit – darunter auch neu gewählte Bürgermeister. Begrüßt wurden sie von Initiator Ulli Dittlmann.

Bürgermeister Olaf Heinrich würdigte die Organisatoren ausdrücklich und bezeichnete sie als „Glücksfall für Stadt und Region“. Kreativität und Engagement der Beteiligten hätten das Starkbierfest zu einem festen Bestandteil des kulturellen Lebens in Freyung gemacht.

Fastenprediger sorgt für zahlreiche Lacher

Mit besonderer Spannung erwarteten die Besucher den Auftritt von Bruder Maximilian – alias Max Pauli. Und der enttäuschte nicht.

Schon der Einstieg sorgte für Aufmerksamkeit: Der Fastenprediger bat zunächst um eine Schweigeminute – Anlass war die Schließung der Jandelsbrunner Brauerei. Danach folgte eine Predigt, die sich gewaschen hatte.

Mit viel Wortwitz, pointierten Beobachtungen und zahlreichen Seitenhieben nahm Bruder Maximilian die lokale Politik ins Visier – allerdings ohne jemanden wirklich bloßzustellen. Unterstützt wurde die Predigt durch KI-generierte Bilder der „Derbleckten“, die immer wieder für Überraschungsmomente sorgten.

Ein besonderer Lacherfolg gelang mit der Darstellung von Christoph „Weizen“ Weishäupl im Maßanzug auf einem Surfbrett. Gleichzeitig nahm der Prediger auch die Technik selbst aufs Korn – und stellte humorvoll fest, dass künstliche Intelligenz doch nicht ganz so allwissend sei, wie manche glauben.

Pointe folgte auf Pointe – und am Ende war sich das Publikum einig: Diese Fastenpredigt gehörte zu den besten der vergangenen Jahre.

Singspiel zwischen Abschied und guter Laune

Nach einer kurzen Umbaupause übernahm das Singspiel die Bühne. Unter dem Motto „Menschen, Töne, Sensationen“ präsentierten die Darsteller ein abwechslungsreiches Programm mit bekannten Melodien aus Musicals und Schlagern – neu getextet und passend auf das politische Geschehen in der Region zugeschnitten.

Dabei schwang auch ein Hauch Wehmut mit. Mehrere bekannte Figuren standen stellvertretend für Politiker, die sich verabschieden oder künftig nicht mehr auf der Bühne vertreten sein werden. So nahmen unter anderem die Darstellungen von Heinz Lang, Renate Ruhland, Sebastian Schlutz, Alexander Muthmann und möglicherweise auch Christian Zarda Abschied von der Kurhausbühne.

Für ausgelassene Stimmung sorgten dennoch zahlreiche Szenen:
Bürgermeister Olaf Heinrich trat als Zauberer auf und verwandelte in einem Trick einen Tiger in einen Geldboten. Christoph Weishäupl wurde als „Mann aus Alemania“ sogar im fernen Ägypten erkannt. Heinz Lang verkörperte eine ganze Reihe von Freyunger Maskottchen, während Alexander Muthmann bei einem Spaziergang am Geyersberg angeblich mehr Schwammerl als Polizisten entdeckte.

Auch Landrat Sebastian Gruber zeigte sich im Singspiel gut gelaunt und schwärmte von der Freude am „Sesselliftfoan“.

Starkbier als verbindendes Element

Zum Abschluss des Abends stand – wie könnte es anders sein – das Starkbier selbst im Mittelpunkt. Im gemeinsamen Schlusslied wurde der süffige Bock hochleben gelassen, bevor Publikum und Darsteller den gelungenen Abend gemeinsam ausklingen ließen.

Das Fazit der Premierengäste fiel eindeutig aus: Das Starkbierfest in Freyung bleibt ein Publikumsmagnet. Auch Bürgermeister Olaf Heinrich zeigte sich zufrieden. Besonders erfreulich sei, dass die Derbleckerei zwar pointiert, aber stets respektvoll geblieben sei. Und so blicken Veranstalter wie Gäste gleichermaßen optimistisch auf die Zukunft des Freyunger Starkbierfests.

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