Eis- und Schneekunstfestival im Gasteinertal
| Bei einem stimmungsvollen Get-together auf der Schlossalm wurde am Freitag, dem 30. Januar, das Eis- und Schneekunstfestival ART ON SNOW feierlich eröffnet – und damit der Auftakt für eine außergewöhnliche Kunstwoche im Gasteinertal gesetzt. Unter dem diesjährigen Motto „Comic & Co“ haben Künstlerinnen und Künstler die Skigebiete des Gasteinertals in eine spektakuläre Open-Air-Comicwelt aus Schnee und Eis verwandelt. Im Rahmen der Eröffnung konnten die anwesenden Gäste live miterleben, wie aus einem massiven Eisblock Schritt für Schritt eine detailreiche Skulptur entsteht. Bei einer Live-Schnitzshow formte Künstler Klaus Grunenberg den legendären Handschuh von Thanos und zeigte dabei eindrucksvoll, wie zunächst mit groben Werkzeugen die Grundform herausgearbeitet und anschließend mit viel Feingefühl die charakteristischen Details ausgeformt werden. Darüber hinaus präsentierte er an der Schlossalm-Bergstation sein Werk „Silver Surfer“. Entlang der Pisten begegnen Wintersportler*innen vielen weiteren Comic-Ikonen an außergewöhnlichen Schauplätzen: Spider-Man wacht über das Tal am Stubnerkogel, Thor steht mit Helm und Hammer an der Kaserebenbahn und Loki sorgt an der Weitmoserlift-Bergstation für magische Momente. In Sportgastein bringt Das Ding die Landschaft in kraftvoller Eisform zum Beben, während Batman am Fulseck beim Spiegelsee und Tom & Jerry nahe der Reiterhütte für weitere fotoreife Szenen sorgen. So ist das gesamte Skigebiet nun eine frei zugängliche Wintergalerie, in der Besucher*innen die fertigen Skulpturen entlang der Pisten bestaunen können. Die Kunstwerke bleiben auch nach dem Festival im Skigebiet zu sehen – solange es die Witterung zulässt – und verbinden Wintersport, Bergpanorama und Comic-Kunst auf einzigartige Weise. Kurz erklärt: Wie die Eis- und Schneeskulpturen entstehen Zunächst fertigen die Künstler Skizzen an. Die Skulpturen werden anschließend aus massiven Eisblöcken in der Größe 100 × 50 × 25 cm geformt. Ein Stück fasst 125 Liter Wasser und wiegt 125 Kilogramm. Pro Eisskulptur werden durchschnittlich ca. 10 Stück verarbeitet. Das Wasser für die Eisblöcke wird in einem Spezialverfahren unter ständiger Bewegung in den gefrorenen Zustand versetzt – denn nur Eis ohne Lufteinschlüsse ermöglicht die präzise Ausarbeitung feiner Details. Für die Schneeskulpturen werden Schalungen gebaut, in die der Schnee eingefräst wird. Nach etwa drei Tagen erreicht er durch sein Eigengewicht die nötige Festigkeit. Insgesamt werden für die Kunstwerke in Gasteins Skigebieten in diesem Jahr rund 150 m³ Schnee verarbeitet. Bearbeitet werden die Skulpturen zunächst grob mit Kettensäge, Fräse und Schaufel, anschließend filigran mit Meißel und rasiermesserscharfen Klingen – bis die Figuren ihre endgültige Form erhalten. Weitere Informationen finden Sie unter: www.gastein.com/events/winter/art-on-snow/ |

Fotos: C_TVB_Dorfgastein_Marktl_Photography











