Ein Passauer Forschungsprojekt entwickelt neue Wege, wie Reisebüros auch künftig Urlaubssuchende begeistern

Passau (obx) – Die Reisewirtschaft gehört zu den Branchen, die die Corona-Pandemie vor besonders große Herausforderungen stellt. Mehr Digitalisierung, Innovationen im Service, die Schaffung neuer Angebote und innovative Geschäftsmodelle sollen in den nächsten Jahren dazu beitragen, den Reisebüros und Reiseveranstaltern wieder auf die Beine zu helfen. Möglich machen soll das das Projekt „ReiseZukunft“, das der Freistaat Bayern mit rund 600.000 Euro unterstützt. Bayerns Wirtschafts- und Tourismusminister Hubert Aiwanger übergab jetzt in Passau einen entsprechenden Förderbescheid.

„Die Menschen wollen und werden wieder mehr verreisen, wenn die äußeren Umstände dies ermöglichen“, sagte Aiwanger in Passau. Deshalb brauche es auch in Zukunft einen wettbewerbsfähigen und innovativen Reisevertrieb. Umgesetzt wird das Projekt „ReiseZukunft“ in den kommenden drei Jahren  am Centrum für marktorientierte Tourismusforschung (Centouris) der Universität Passau. „Wir werden uns im Projekt gemeinsam mit unseren Praxispartnern anschauen, welche Lösungen und Instrumente im Reisevertrieb zukünftig erfolgsversprechend sind“, sagte Centouris-Geschäftsführer Dr. Stefan Mang. 

Im Vordergrund des Vorhabens stehen die Möglichkeiten der Digitalisierung und Einbindung von Technologien im Reisevertrieb. Mit Hilfe von prototypischen Anwendungen und begleitenden Analysen von Kundenpräferenzen sollen zielgruppenspezifische Angebotsformen und innovative Geschäftsmodelle entstehen. Das Projekt beinhaltet nach den Worten der Verantwortlichen sowohl kurzfristige Elemente für die noch sehr eingeschränkte Phase während Corona, aber auch für die Zukunftsfähigkeit nach der Pandemie.

Centouris ist ein Drittmittelinstitut innerhalb der Universität Passau. Seit der Gründung vor zwei Jahrzehnten legen die niederbayerischen Wissenschaftler den Fokus auf Zukunftsthemen wie Mobilität, Service-Exzellenz und Digitalisierung. In mehreren Projekten unterstützt das Institut derzeit bereits kleine und mittelständische Unternehmen im Handel und Tourismus zu innovativen Technologiethemen.

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