Allianz-Vertretung Sommer spendet an die Malteser

Hutthurm/Waldkirchen. Über eine Spende in Höhe von 500 Euro für den Herzenswunsch-Krankenwagen (HKW) können sich die Malteser freuen. Zur symbolischen Übergabe trafen sich die Beteiligten am vergangenen Samstag amMalteser-Gebäude in Hutthurm. Der Termin hätte eigentlich schon längst stattfinden sollen, doch Corona hatte dies verhindert.

„Die Initiative ist von unserem Sohn Christoph ausgegangen“, berichtete Dietmar Sommer von der gleichnamigen Allianz-Vertretung in Waldkirchen. Der Sohn, selbst Malteser mit Leib und Seele, begleitete schon eine Fahrt mit dem Herzenswunsch-Krankenwagen und diese Erfahrung hat ihn geprägt: „Das ist eine Super-Sache, ich freue mich total, dass wir sie unterstützen“, erklärte er.

Statt Weihnachtsgeschenke an die Kunden zu verteilen spendet die Allianz-Vertretung schon seit Jahren an soziale Zwecke. In der Familie, die den Betrag zusätzlich aufstocke, würden Vorschläge gesammelt, wer die Spende bekommen soll, so Dietmar Sommer. „Und dann wird abgestimmt“, ergänzt seine Frau Martina. „Fast einstimmig“ hätte sich der Familienrat für den HKW entschieden. „Mir hat die Idee gefallen, dass Menschen, die nicht mehr lange zu leben haben, ein letzter Wunsch erfüllt wird“, betonte Dietmar Sommer.

„Mega-cool“ findet das Sabine Grundmüller von den Maltesern, die zusammen mit ihren Kollegen vom HKW-Organisationsteam Isabella Hochleitner und Martin Lang zur Spendenübergabe gekommen war und sich herzlich bedankte. „Wir können das Geld wirklich sehr gut gebrauchen“, erklärte sie weiter.

Beeindruckt hörte das Ehepaar Sommer zu, als die Drei ihnen mehr über den Herzenswunsch-Krankenwagen und die in dem Zusammenhang entstehenden Kosten berichteten. So sei die Ausbildung zu finanzieren, heuer im Frühjahr wurde eine spezielle Matratze angeschafft, die den Fahrgästen eine bequemere Fahrt ermöglicht, und außerdem ist eine eigene Kleidung für HKW-Besatzungen geplant, denn die bisherige Rettungsdienst-Bekleidung erinnere doch zu sehr an Notfalleinsätze. Einen Teil der Spende der Familie Sommer werden die Malteser voraussichtlich für die Anschaffung einer Tasche für die Spezialmatratze verwenden.

„Unser Traum wäre ein eigenes Fahrzeug für die Fahrten mit dem Herzenswunsch-Krankenwagen“, so Sabine Grundmüller weiter. „Davon trennen uns noch 160.000 Euro.“ Mit diesem Fahrzeug wäre eine noch bequemere Beförderung der Patienten möglich. Außerdem ist das Wunschauto rundum verglast, so dass der Fahrgast, anders als im derzeit verwendeten Rettungswagen, immer sehen kann, wo er gerade ist. Mittels Tablet und Navigationsgerät kann er sich auch über den Streckenverlauf informieren. Das Fahrzeug soll kleiner sein als ein Rettungswagen und ist damit besser auch für lange Fahrten geeignet. Wie viele Gedanken sich die Ehrenamtlichen darüber schon gemacht haben, zeigt auch die Aussage von Isabella Hochleitner, die sich eine Beleuchtung mit kleinen Spots an der Decke wünscht, die man dimmen kann: „Das ist freundlicher, heimeliger und gemütlicher.“

Fast 40 ehrenamtliche Malteser stehen für die Fahrten mit dem Herzenswunsch-Krankenwagen bereit. Durch eine gute Vernetzung mit Organisationen aus dem Palliativ- und Hospizbereich in Stadt und Landkreis Passau sowie dem Landkreis Freyung-Grafenau wollen die Malteser erreichen, dass sie möglichst viele Herzenswünsche erfüllen können.

Weitere Informationen zum Herzenswunsch-Krankenwagen gibt die Referentin Soziales Ehrenamt Rosmarie Krenn, Tel. 0851/95666-45, E-Mail Rosmarie.Krenn@malteser.org

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