Abschlussfeier des Pfingstferienprogramms im Hans-Eisenmann-Haus

Neuschönau. Die Junior Ranger sind ein Exportschlager – darin waren sich alle Anwesenden bei der Abschlussfeier des Pfingstferienprogramms im Hans-Eisenmann-Haus in Neuschönau einig. Doch bevor die 50 frisch gebackenen Junior Ranger im Beisein ihrer Eltern und Geschwister die Zertifikate entgegennehmen konnten, ging Reinhold Gaisbauer, stellvertretender Leiter der Nationalparkwacht, auf die Bedeutung der Umweltbildung im Nationalpark Bayerischer Wald ein.

„Der Verlust der Biodiversität ist eine Katastrophe unserer Zeit“, erklärte Gaisbauer. Jährlich würden mehrere tausende Arten weltweit verschwinden. Schutzgebiete wirken diesem Trend entgegen. Im Nationalpark Bayerischer Wald darf sich die Natur nach ihren ureigenen Gesetzen entfalten und bietet rund 14.000 Arten einen Lebensraum. „Das sind 22 Prozent aller Arten, die es in Deutschland gibt“, erklärte Gaisbauer. Daher sei der Nationalpark ein wichtiges Refugium und von großer Bedeutung für den Erhalt der Biodiversität. „Wichtig ist aber auch, dass die Nationalpark-Idee von den Menschen getragen wird.“ Das Modell der Junior Ranger leistet hierzu einen wichtigen Beitrag.

Und dass die 50 Kinder, die sich während der Pfingstferien am Junior Ranger Programm beteiligt haben, motiviert waren, sah man bei den Fotos, die Reinhold Gaisbauer in einem kurzen Vortrag zeigte. Zusammen mit Rangern erkundeten sie vier Tage lang den Nationalpark und lernten viel über die Philosophie „Natur Natur sein lassen“.

Alexander Muthmann, Vorsitzender des Junior Ranger Vereins, gratulierte den Kindern. „Hier erfahrt ihr Dinge, über die ihr in der Schule nichts lernt.“ Generell gebe es in ganz Bayern nur zwei Regionen, in denen solche Projekte möglich seien, und zwar in den beiden Nationalparks Bayerischer Wald und Berchtesgaden. „Unserer ist der älteste und der spannendste.“ Muthmann bedankte sich nicht nur bei den Eltern, dass sie ihren Kindern dieses Projekt ermöglicht haben, sondern auch beim Team des Nationalparks, ganz besonders bei den Rangern. „Alle, die weiterhin mit den Rangern durch den Nationalpark streifen wollen, können dies beim Junior Ranger Verein tun.“

Eine finanzielle Unterstützung gab es von Andreas Strohmeier, Vertreter der Sparkassen Freyung-Grafenau und Regen/Viechtach, der an Muthmann und Mario Schmid, den Geschäftsführer des Junior Ranger Vereins, einen Scheck in Höhe von 500 Euro überreichte. Strohmeier, der am Ende des Abends zusammen mit Muthmann die Zertifikate überreichte, wünschte den Kindern auch weiterhin viel Ausdauer und Begeisterung für Themen rund um den Nationalpark.

Kristin Biebl, stellvertretende Geschäftsführerin des Junior Ranger Vereins, stellte abschließend zusammen mit den Volunteer Rangern Lea Krieger sowie Daniel und Selina Lagerbauer verschiedene Aktivitäten des Vereins vor. Gezeigt wurde außerdem der in englischer Sprache produzierte Film über Käuze.

Die Junior Ranger gibt es im Nationalpark Bayerischer Wald seit 20 Jahren, über 6000 Kinder haben bereits daran teilgenommen. Auch in den Sommerferien besteht wieder die Möglichkeit, Junior Ranger zu werden. Mehr Infos gibt es unter www.junior-ranger.com.