Ein Traditionsunternehmen als Beispiel für die Tugenden einer ganzen Region

Röhrnbach. Gerade in der heutigen Zeit des demografischen Wandels und den immer wieder aufkommenden Zweifeln an der Zukunftsfähigkeit des Landkreises Freyung Grafenau, heben sich die Traditionsbetriebe im Bayerischen Wald immer wieder als Leuchtfeuer hervor. Und einer dieser Betriebe, die allen strukturellen Schwierigkeiten zu Trotz zu einem Aushängeschild einer ganzen Region geworden sind, ist die Firma HAIDL Fenster und Türen GmbH.

(v.l.) Florian, Max und Philipp Haidl (Foto: HAIDL)

Im Jahr 1993 begann die Geschichte des Unternehmens aus Röhrnbach. Geschäftsführer und Firmengründer Max Haidl hatte in jungen Jahren eine Vision von einem eigenen Betrieb mit 200 Mitarbeitern und einem Betrieb mit Nähe zum Bayerischen Wald, der den Menschen nicht nur gute und heimatnahe Arbeitsplätze, sondern auch hochwertige Produkte versichert. Mit Mut und Weitblick, Einsatz und Können hat Max Haidl sein Wort gehalten. Jetzt – nach 25 Jahren ist die Firma HAIDL Fenster und Türen national wie international bekannt für die kompromisslose Qualität der gefertigten Fenster und Türen. Aus dem einstigen Betrieb mit einer Handvoll Mitarbeitern ist eine Firmengruppe mit hochmodernem Produktionsstandort in Röhrnbach geworden. Aber auch im Oberösterreichischen Reichersberg werden seit über 10 Jahren unter den HAIDL-Fahnen Fenster und Haustüren aus Holz und Holz-Aluminium gefertigt. Die Schlagwörter der heutigen Zeit „Automatisierung und Digitalisierung“ sind bereits längst in vollem Gange, ja schon selbstverständlich bei HAIDL.
Die 200 Mitarbeiter? „Da sind wir längst drüber“ lacht Max Haidl. „Nur weil man ein Ziel erreicht, heißt das ja nicht, dass man sich für immer darauf ausruht. Wir haben innerhalb von 25 Jahren aus dem Nichts einen der führenden Hersteller von Fenstern und Haustüren aufgezogen und ich freue mich schon jetzt auf das, was meine Söhne in den kommenden 25 Jahren auf die Beine stellen werden.“ Florian und Philipp Haidl sind inzwischen ebenfalls in die Führung des Betriebs eingestiegen und treten somit in die Fußstapfen ihres Vaters. „Das sind enorm große Fußstapfen, das wissen wir“ so Florian Haidl. “Aber mit dem Vertrauen auf die Familie, auf unsere Mitarbeiter und auf unsere Bodenständigkeit werden wir noch einiges erreichen. Das waren seit je her die Stärken der Menschen im Bayerischen Wald.“

HAIDL Fenster und Türen, Reichersberg (Foto: HAIDL)

„Wie alles angefangen hat und wie es weitergeht“

Von der Schreinerei zum internationalen Unternehmen von Rang

Im Jahr 1954 gründete Max Haidl Senior eine Zimmerei in Röhrnbach im Bayerischen Wald. Mit den Tugenden der damaligen Zeit als Fundament wurde nur ein Jahr später eine erste Werkstatt errichtet. Und neben der Tätigkeit als Zimmerer, gab es – wie damals fast schon üblich – auch noch eine kleine Landwirtschaft zu betreiben. In dieses Leben wurde Sohn Max geboren, der in die Fußstapfen des Vaters trat und sowohl das Zimmereihandwerk erlernte, als auch ein Studium in Rosenheim und die Meisterprüfung absolvierte.
In den folgenden Jahren begann der Betrieb zu wachsen und 1979 wurde ein Neubau in Oberndorf und 1984 eine Abbundhalle in Röhrnbach errichtet.

Der wohl wichtigste Meilenstein in der Geschichte der Firma wurde im Jahr 1993 gesetzt: Max Haidl stellte den Neubau des Fensterwerks in Steinerleinbach fertig. Und baute nur 3 Jahre später die Zimmerei neu neben dem errichteten Werk auf und formte so damals schon die Zentrale der heutigen Haidl Holding.
Doch das große Ziel waren stets 200 Arbeitsplätze für die Region und an diesem hielt Max Haidl eisern fest.

Während die Zimmerei, fortan als „Haidl Holzbau“ sich in der Region einen Namen für hochwertigste Häuser in Holzrahmenbauweise machte und noch heute ein Paradebeispiel für die Fertigkeiten der Region und deren hohen Anspruch ist, entwickelte sich das zunächst noch neue Standbein „Fenster und Türen“ großartig. Die sechs Mitarbeiter, welche noch zu Beginn des Fensterbaus genügten um die Nachfrage zu decken, genügten schon bald nicht mehr. Die erwirtschafteten Gewinne investierte Max Haidl stets wieder in seinen Betrieb und legte hier abermals den Grundstein für eine blühende Zukunft: Haidl Fenster und Türen ist heute einer der modernsten und leistungsfähigsten Betriebe in der Branche, dessen hochentwickelte Fertigungsabläufe ihres Gleichen suchen.

Das HAIDL Atrium (Foto: HAIDL)

Im Jahr 2006 kam man seinem Ziel 200 Mitarbeiter zu beschäftigen und nebenbei auch ein Vollsortiment im Bereich der Fenster und Türen anbieten zu können einen großen Schritt näher: Mit der Übernahme der oberösterreichischen Firma Lederbauer, die Haidl im Jahr 2009 mit einem hochmodernen Neubau ausstattete, konnten fortan auch Produkte in Holz und Holz-Alu auf dem Markt angeboten werden. Auch hier galt sofort das oberste Haidl-Credo: Höchste Qualität ohne Abstriche für ein Produkt auf das nicht nur die Firmengruppe Haidl, sondern eine ganze Region stolz sein können. In all den Jahren der Entwicklung wurde auch stets an die Zukunft des Betriebs gedacht. So wuchsen Max Haidls Söhne, Florian und Philipp im Betrieb auf und verloren auch während Ihrer Studienphase nie den Anschluss zur Firma – inzwischen sind beide voll in die Geschäftsführung der Firma eingestiegen und leiten die Geschäfte im Sinne der Firmenphilosophie weiter: Zuverlässigkeit, Kompetenz, Bodenständigkeit. Ein Leitmotiv, dass Kunden längst nicht mehr nur in Bayern schätzen.

Haidl Fenster und Türen hat sich auf dem hart umkämpften Markt mit einer kompromisslosen Auffassung von Qualität und Wertigkeit sehr gut positioniert. Österreichische- und italienische Kunden sind seit geraumer Zeit ebenso am steigenden Umsatz der Firma beteiligt, wie der Heimatmarkt.

Mit dem Jubiläum 25 Jahre Haidl Fenster und Türen ist vor allem auch eine Wertschätzung für Max Haidl angedacht, dessen unermüdliche Strebsamkeit und visionäre Auffassung letztendlich dafür gesorgt haben, dass der Bayerische Wald um einen Vorzeigebetrieb reicher geworden ist.

HAIDL Atrium (Foto: HAIDL)

Die Tatkraft und Entschlossenheit seiner Söhne steht ihm hier in Nichts nach, sodass die Zukunft der Firma bereits jetzt für lange Jahre gesichert ist.
Einen Haidl-Mitarbeiter in der Mittagspause darauf angesprochen, warum er jetzt gerade hier arbeite, erfahren wir nur knapp: „Na, weil’s da passt: Guter Chef, sehr gutes Betriebsklima und ein Produkt hinter dem man mit Stolz stehen kann und sagen kann ‚das ist ein Stück Bayerischer Wald‘!“ „Gewürzt mit einer Prise Innviertler Gemütlichkeit“, lacht der Kollege aus Reichersberg.

Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.