Steigerung zum Vorjahr um 16,1 Prozent – Erstmals stellt die Personengruppe aus dem Vereinigten Königreich die meisten Einbürgerungen

Im Jahr 2019 erhielten in Bayern insgesamt 20 977 ausländische Personen, darunter 11 531 Frauen, die deutsche Staatsbürgerschaft. Dies sind nach Mitteilung des Bayerischen Landesamts für Statistik 2 915 Personen mehr als 2018. Mit 2 087 Eingebürgerten oder rund zehn Prozent stellten Personen mit britischer Staatsangehörigkeit erstmals die größte Gruppe. Rund 76 Prozent der Eingebürgerten waren jünger als 45 Jahre. Aufgrund der hohen Ausländeranteile der Großstädte München, Nürnberg und Augsburg verzeichneten die Regierungsbezirke Oberbayern (11 543), Mittelfranken (2 809) und Schwaben (2 553) die meisten Einbürgerungen.

Die Zahl der Einbürgerungen in Bayern ist 2019 gegenüber dem Vorjahr um 16,1 Prozent deutlich gestiegen. Nach Mitteilung des Bayerischen Landesamts für Statistik erhielten 20 977 ausländische Personen (11 531 Frauen und 9 446 Männer) im Jahr 2019 im Freistaat Bayern die deutsche Staatsangehörigkeit. Damit wurden 2 915 Personen mehr als im Jahr 2018 eingebürgert. 65 Prozent (13 628 Personen) der im Jahr 2019 Eingebürgerten behielten nach der Einbürgerung ihre frühere Staatsangehörigkeit weiterhin.

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik weiter mitteilt, hatten zum Zeitpunkt ihrer Einbürgerung 67 Prozent (14 004 Personen) eine europäische, 22 Prozent (4 548 Personen) eine asiatische, sieben Prozent (1 428 Personen) eine afrikanische und vier Prozent (913 Personen) eine amerikanische Staatsangehörigkeit. Weniger als ein Prozent hatte eine australische bzw. ozeanische Staatsangehörigkeit, war staatenlos oder wies eine ungeklärte Staatsangehörigkeit auf (84 Personen).

Nach den fünf häufigsten Herkunftsländern gegliedert, stellten die Personen mit britischer Staatsangehörigkeit mit 2 087 Eingebürgerten erstmals die größte Gruppe, gefolgt von Personen aus der Türkei (2 019 Personen), Rumänien (1 972 Personen), dem Irak (1 095 Personen) und Italien (1 023 Personen).

Beachtlich an den aktuellen Zahlen ist der deutliche Anstieg der Einbürgerungen von Personen aus dem Vereinigten Königreich. Während in den Jahren 2011 bis 2015 jährlich nur zwischen rund 35 und 90 Personen aus dem Vereinigten Königreich eingebürgert wurden, ist die Zahl im Jahr 2016 – dem Jahr des Referendums über den Verbleib des Vereinigten Königreichs in der Europäischen Union – bereits auf 313 Personen angestiegen und erreichte 1 329 Personen im Jahr 2018. Im vorliegenden Berichtsjahr 2019 hat sich die Zahl der Eingebürgerten aus dem Vereinigten Königreich nun nochmal auf 2 087 Personen erhöht und ist damit gegenüber dem Vorjahr um rund 57 Prozent gestiegen.

Von den Eingebürgerten waren 13 Prozent (2 673 Personen) jünger als 18 Jahre, 63 Prozent (13 317 Personen) waren 18 bis unter 45 Jahre, 19 Prozent (3 884 Personen) 45 bis unter 60 Jahre und fünf Prozent (1 103 Personen) hatten ein Alter von 60 Jahren oder mehr erreicht.

Zum Zeitpunkt ihrer Einbürgerung lag von 55 Prozent der Eingebürgerten (11 543 Personen) der Hauptwohnsitz im Regierungsbezirk Oberbayern. In Mittelfranken lebten 13 Prozent (2 809), in Schwaben 12 Prozent (2 553), in Unterfranken sechs Prozent (1 179), in Niederbayern (1 066) und in der Oberpfalz (996) jeweils fünf Prozent und im Regierungsbezirk Oberfranken vier Prozent (831) der eingebürgerten Personen.

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