Einmalige Natur am Forchenhügel beispielhaft

Zur Feierstunde 15 Jahre Naturpark – Infostelle Würzingerhaus Außernzell fanden sich etwa 25 geladene Gäste in der Gaststätte des Würzingerhaus ein.

Der 1. Vorsitzende des Naturparks begrüßte zu Beginn den stellvertretenden Landrat Josef Färber und Bürgermeister Michael Klampfl mit seinen Gemeinderäten und stellte kurz die Bedeutung der Infostelle Würzingerhaus für den Landkreis Deggendorf heraus.

In Ihren Grußworten gingen Bürgermeister und Landrat auf die Entstehungsgeschichte des Hauses und auf den Ankauf mit nachfolgender Sanierung ein.

Das Würzingerhaus in Außernzell, gegründet vom Kloster Niederalteich aus, wurde bereits um das Jahr 1000 erwähnt und hatte sich als Wirtschaftshof und Gastwirtschaft mit Metzgerei über Generationen hinweg einen Namen gemacht. An der „Guldenstraß“ liegend, hatte es für viele Bayerwäldler, vor allem auch aus dem Raum Grafenau, auf dem Weg zu den Viehmärkten in Vilshofen eine wichtige Bedeutung. Die Gemeinde hatte dann unter dem damaligen Bürgermeister Josef Färber, das nach dem Zweiten Weltkrieg verkommene Anwesen im Ortskern erworben und restauriert. Mit Bürgerhaus, Dorfladen, Gaststätte, Gemeindebücherei und Gemeindeverwaltung und heute Bankensitz, war ein neuer Dorfmittelpunkt entstanden. Im Dachgeschoss des Würzingerhauses hatte der Naturpark Bayer. Wald am 25.03.2003 eine Naturpark-Infostelle eröffnet.

Bildungsreferent Hartwig Löfflmann ging in seinem Kurzvortrag auf die Ausstellung, die die Kulturlandschaft des Naturparks zeigt und auf die Aufgabenschwerpunkte des Naturparks im Naturschutz bei Außernzell ein. Der Forchenhügel bei Außernzell stellt landesweit eine große naturräumliche Besonderheit dar. Rund um Außernzell gibt es aufgrund der geologischen Ausgangsvoraussetzungen relativ arme Kiefern-Wälder mit einer besonderen Tier- und Pflanzenausstattung. Die dazwischenliegenden Moorbereiche sind von der Artenausstattung nicht minder interessant. In Puncto Biodiversität braucht sich Außernzell Bayern weit nicht verstecken. Teilweise sind Artenspektren hier noch komplett erhalten geblieben.

Am Anschluss an den Bildervortrag lud Hartwig Löfflmann zum Rundgang durch die Ausstellung im Dachgeschoss. Der Forchenhügelpfad und der Außenzeller Ohepfad bieten ergänzend zur Infostelle gute Exkursionsmöglichkeiten. Ausgangspunkt ist der Parkplatz an der Schule.